GameStandard https://videogametourism.at/ de Best of Indie Mai 2015 https://videogametourism.at/content/best-indie-mai-2015 <span>Best of Indie Mai 2015</span> <div class="field field--name-field-teaser-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/bestof_0.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/bestof_0.jpg?itok=9r1_60xP" width="700" height="187" alt> </a> </div> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2015-06-02T09:58:33+02:00" title="Dienstag, 2 Juni 2015 - 09:58">Di. 2 Jun 2015 - 09:58</time> </span> <div class="field field--name-field-teaser field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Wie die Zeit vergeht: Seit drei Jahren präsentiert die Serie “Best of Indie Games” monatlich die spannendsten Spiele unabhängiger Entwickler. Wie hieß es damals beim <a href="http://derstandard.at/1336698142796/Neue-Serie-Best-of-Indie-Games-Die-Spiele-Perlen-im-Mai">Kickoff</a> : “So wie das Off-Theater am Rande des etablierten Theaterbetriebes mit unkonventionellen Methoden und wenig Budget sein Medium voranbringt, bieten Independent-Games Spieleentwicklern eine Bühne, auf der sie abseits des Hochglanz-Mainstreams ohne Rücksicht auf Massentauglichkeit etwas Neues ausprobieren können.”</p> <p>Drei Jahre sind eine lange Zeit - in der Games-Branche eine halbe Ewigkeit. Vom spleenigen Nischenprodukt sind Indie-Spiele zum globalen Phänomen aufgestiegen, mit einem Level an Qualität, das noch vor kurzem undenkbar war. Was natürlich jene Frage umso lauter aufwirft, die hier immer wieder Thema ist: “Ist das noch Indie?” - wenn Budgets, Professionalität und, ja, auch Massentauglichkeit der unabhängig entwickelten Spiele sich immer mehr dem “Mainstream” anpassen? Bis es eine bessere Distinktion gibt, bleiben wir in dieser Serie bei der bewährten Universal-Definition von Indie: Ein Indie-Game sei jedes Spiel, das (a) von Anfang bis Ende ohne den Einfluss eines Publishers oder Lizenzgebers fertiggestellt und (b) von einem einzelnen Entwickler oder einem kleinen Team erstellt wurde.</p> <p>Drei Jahre “Best of Indie”, über 200 (!) vorgestellte Indie-Perlen - und Monat für Monat eine immer noch größere Auswahl an spannenden Titeln. Wir bleiben dran - und unsere geschätzte Leserschaft hoffentlich auch. Hier sind die spannendsten Indie-Spiele des letzten Monats.</p> </div> <div class="field field--name-field-paragraph-element field--type-entity-reference-revisions field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/ii.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/ii.jpg?itok=8siHSGgz" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><strong><a href="http://www.invisibleincgame.com/">Invisible Inc</a></strong><br> (Windows, Mac, Linux; PS4 in Vorbereitung 19,99 Euro)</p> <p>Das kanadische Studio Klei Software garantiert für Qualität: Sowohl “Mark of the Ninja” als auch “Don’t Starve” waren zu Recht Publikumslieblinge. Mit “Invisible Inc” kehrt Klei zum Stealth-Gameplay zurück, diesmal allerdings rundenbasiert. In einer dystopischen Cyberpunk-Zukunft sind Spielerinnen und Spieler für das Überleben einer geheimen Spionage-Organisation zuständig, die auf der Flucht vor bösen multinationalen Konzernen um die Welt jettet. Wie in “XCOM” bewegen sich zunächst zwei, später mehrere Agenten möglichst unbemerkt durch prozedural generierte Hochsicherheitsanlagen, schalten Wachen aus, hacken Computersysteme und machen sich mit hoffentlich fetter Beute aus dem Staub.</p> <p>Simple Regeln, knifflige taktische Entscheidungen und ein ziemlich anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad machen den Agententhriller zur nervenzerfetzenden Herausforderung - dank Roguelike-Anleihen ist auch Wiederspielbarkeit garantiert. Mein Review für fm4 ist übrigens <a href="http://fm4.orf.at/stories/1759362/">hier</a>.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/to.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/to.jpg?itok=jIVwo8ez" width="700" height="375" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><strong><a href="http://toren-game.com/">Toren</a></strong><br> (Windows, PS4, 9,99 Euro)</p> <p>Indie-Spiele aus Südamerika sind etwas sehr Spezielles: Sowohl die bizarren Welten des chilenischen Studios <a href="http://www.aceteam.cl/">ACE Team</a> als auch das berührende “Papo &amp; Yo” des kolumbianischen Entwicklers Vander Caballero unterscheiden sich durch Erzählweise und Gestaltung deutlich von anderen Spielen. Auch “Toren”, das Debüt des brasilianischen Entwicklers Swordtales, passt in diese Reihe: In wunderschönen Bildern erzählt das Puzzle-Action-Adventure eine poetische, mystische Geschichte. In der Gestalt eines Mädchens erklimmen Spielerinnen und Spieler einen riesenhaften Turm, an dessen Spitze der Kampf gegen einen Drachen wartet.</p> <p>Wer das eher konventionelle Gameplay bemängelt, verpasst die Hauptattraktion: Mit traumgleicher Atmosphäre, poetischer Sprache und symbolhaften Szenen ist “Toren” erinnert das Abenteuer an erzählerische Experimente wie “Journey”, “Ico” und “Brothers: A Tale of Two Sons”. Nach über zwei Stunden ist der Turm erklommen - die Bilder bleiben aber länger im Kopf.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/not_a_hero_-_4.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/not_a_hero_-_4.jpg?itok=KgyOO9No" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><strong><a href="http://www.roll7.co.uk/#!not-a-hero/czje">Not a Hero</a></strong><br> (Windows; PS4 &amp; Vita in Vorbereitung, 12,99 Euro)</p> <p>But now for something completely different: “Not a Hero” hält sich mit Kleinigkeiten wie Story oder Metaphorik nur solange auf, wie es dauert, darüber einen Furzwitz zu machen. Im rasanten 2D-Sidescroller laufen, rutschen und ballern sich Spielerinnen und Spieler durch ein aberwitziges Pixelmassaker mit genau jenem Brachialspaß, der seit jeher das unverschämte Geschwisterchen der feinen Klinge des britischen Humors war.</p> <p>Überdreht, schnell, fordernd und - wie sein im Vergleich dazu fast albern ernsthafter Verwandter “Hotline Miami” - am besten im hochkonzentrierten, hypnotischen Flow spielbar, ist “Not a Hero” ein knallbunter, herrlich gemeiner Bastard aus “Broforce” und dem hochpräzisen Skateboard-Masochismus von “OlliOlli”. Kein Wunder, Letzteres stammt vom selben Entwickler. Ein Cover-Shooter auf ganz bunten, ganz schnellen Pillen.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/monstrum_sep_02.png" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/monstrum_sep_02.png?itok=p6lH1ywI" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><strong><a href="http://teamjunkfish.com/game/monstrum/">Monstrum</a></strong><br> (Windows, 14, 99 Euro)</p> <p>Zeit, sich zu fürchten: Allein auf einem verlassenen Hochseeschiff - schön wär’s! Das titelgebende Ungetüm sorgt in diesem prozedural generierten First-Person-Schocker dafür, dass sich Spielerinnen und Spieler ganz schön oft erschrecken müssen. Wieder versucht sich ein Indie-Team an der vielversprechenden Idee, ein Horrorspiel der “Slender”-Tradition mit Zufallsgenerierung zu verknüpfen, und siehe da, inzwischen klappt es mit dem prozeduralen Schrecken meist ganz gut: Verlassen im immer neu zusammengewürfelten Schiff, ist man auf der Flucht vor einem von drei recht verschiedenen Ungeheuern.</p> <p>Nur hin und wieder sorgt der Zufallsgenerator leider auch für Gemeinheiten, etwa wenn die Entdeckungstour bereits nach wenigen Minuten durch den eigenen Tod abgekürzt wird. Trotzdem: Freunde von “Outlast”, “Amnesia” und “Slender” finden hier ausreichend atmosphärisches Horrorfutter - und für Let’s Player bzw. deren Publikum ist “Monstrum” sowieso Pflicht.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/sunset.png" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/sunset.png?itok=3i9nIGyA" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><strong><a href="http://tale-of-tales.com/Sunset/">Sunset</a></strong><br> (Windows, Mac, Linux, 19,99 Euro)</p> <p>Das belgische Entwicklerduo Tale of Tales hat einen Ehrenplatz im Indie-Olymp: Von “The Graveyard” über “The Path” bis hin zu “Luxuria Superbia” sorgen Auriea Harvey und Michaël Samyn seit über 16 Jahren für spannende Experimente zwischen Kunst und Spiel. Auch “Sunset” ist ein außergewöhnliches Stück Erzählung geworden: Als Putzfrau (!) eines Regierungsbediensteten sind Spielerinnen und Spieler in dessen Apartment in der Hauptstadt eines fiktiven südamerikanischen Landes Anfang der Siebzigerjahre Zeugin von Revolutionen, aber auch intimer Offenbarungen.</p> <p>Der einzige Schauplatz, das stylische Apartment, das die Protagonistin immer zu Sonnenuntergang für ihre Arbeit betritt, bietet nicht nur einen Ausblick auf eine Welt im Umbruch, sondern bringt Spielerinnen und Spieler in seinen Details und in der Entscheidung, wie die simplen häuslichen Aufgaben erledigt werden, näher an den unsichtbaren Arbeitgeber heran. Ein faszinierendes Drama mit persönlichen, aber auch politischen Themen - und ein Pflichttitel für Freunde des besonderen Spiels.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/cogmind_terrain_scanner.png" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/cogmind_terrain_scanner.png?itok=vxolvdBB" width="700" height="525" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><strong>Und sonst?</strong></p> <p>Retro-Freunde, hier kommt eure monatliche Überdosis Nostalgie:<em><a href="http://www.axiomverge.com/">Axiom Verge</a></em> (Windows, PS4 17,99 Euro) ist die beste Hommage an <em>Super Metroid</em>, die ihr je spielen werdet. Das vom Einzelentwickler Thomas Happ in fünf Jahren fertiggestellte Wunderwerk lässt den Klassiker von 1994 auf unnachahmlich eigenständige Art und Weise wiederaufleben - Freunde moderner Gamesdesignphilosophien seien deshalb auch gleich vorgewarnt: Damals herrschten noch andere Sitten. You have been warned.</p> <p>Was auf den ersten Blick noch älter aussieht, ist eigentlich aber die Cutting Edge des seit Jahrzehnten hingebungsvoll weiterentwickelten Roguelike-Genres, das bekanntlich aus dem fernen Jahr 1980 machtvoll bis in die Gegenwart ausstrahlt: <em><a href="http://www.gridsagegames.com/cogmind/">Cogmind</a></em> (Early Access, Windows, aktuell 30 Dollar) verknüpft die altehrwürdige ASCII-Tradition mit frischem Science-Fiction-Thema und so vielen neuen Ideen, dass auch der hohe Early-Access-Preis gerechtfertigt ist. Der finale Preis wird übrigens bei Release Anfang 2016 gesenkt - wer ein echter Roguelike-Fanatiker ist, vergönnt dem Einzelentwickler die zehn Dollar für den Entwicklungsendspurt aber gerne - auch das ein schöner Beleg für das freundschaftliche Verhältnis in dieser kleinen, eingeschworenen Community, für die Spielspaß so wichtig ist, dass man traditionell sogar (fast) auf Grafik verzichtet.</p> <p>Ein Nachzügler zum Schluss: <em><a href="http://gurugames.se/games/magnetic/">Magnetic: Cage Closed</a></em> (Windows, 14,99 Euro; Xbox One in Vorbereitung) schafft es mühelos, all den “Portal”-Freunden neue First-Person-Puzzler-Kost zu bieten, ohne zur schnöden Epigone zu verkommen. Knackige Rätsel mit Magnetismus und eine düstere, aber dennoch mit schwarzem Humor glänzende Story machen das Spiel des schwedischen Entwicklers Guru Games zur soliden Genre-Weiterentwicklung.</p> <p>Drei Jahre “Best of Indie” sind geschafft - angestoßen sei auf viele weitere tolle Spiele unabhängiger Entwickler. Prosit!</p> </div> </div> </div> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie" hreflang="de">Serie: Best of Indie</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> Tue, 02 Jun 2015 07:58:33 +0000 Rainer Sigl 594 at https://videogametourism.at "Ultima Ratio Regum": Der detaillierteste Weltsimulator, den es je gab https://videogametourism.at/content/ultima-ratio-regum-der-detaillierteste-weltsimulator-den-es-je-gab <span>"Ultima Ratio Regum": Der detaillierteste Weltsimulator, den es je gab</span> <div class="field field--name-field-teaser-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/8_1.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/8_1.jpg?itok=tNuq4fvN" width="700" height="187" alt> </a> </div> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2015-05-13T08:51:50+02:00" title="Mittwoch, 13 Mai 2015 - 08:51">Mi. 13 Mai 2015 - 08:51</time> </span> <div class="field field--name-field-teaser field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Es ist wie eine Kamerafahrt vom Größten ins Kleinste: Wer das kostenlose Rogue-like-Rollenspiel <a href="http://www.ultimaratioregum.co.uk/game/"><em>Ultima Ratio Regum</em></a> das erste Mal startet, sieht zu, wie ein Sonnensystem generiert wird; danach folgt die Auswahl eines einzelnen Planeten, den daraufhin Algorithmen bis ins Detail befüllen - mit Bergen, Flüssen, Wäldern, Wüsten; Zivilisationen, Städten, Nationen und Adelsgeschlechtern. Danach steht die Auswahl eines Heimatkontinents unseres Spielcharakters und einer Nationalität samt Religion.</p> <p>Dann stehen Spielerinnen und Spieler plötzlich mittendrin in dieser Welt, und wer sich umsieht, entdeckt Erstaunliches. Jedes Objekt, jedes Stück Mauerwerk, jeder Einrichtungsgegenstand und jede Bodenfliese lässt sich genauer unter die Lupe nehmen und zeigt individuelle Verzierungen, Muster, Materialien. Jedes Gebäude, von der kleinsten Hütte bis zu den gewaltigsten Zitadellen und Kathedralen, ist einzigartig und voll mit Bemerkenswertem: Altäre, die mit den Zeichen der lokalen Gottheit oder des Adelsgeschlechts verziert sind; Kerzenhalter unterschiedlicher Größe; Grabsteine; Marktstände; Möbel. Etwa 10.000 Quadratkilometer stehen für Forscher bereit.</p> </div> <div class="field field--name-field-paragraph-element field--type-entity-reference-revisions field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/4_2.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/4_2.jpg?itok=50w9WDP4" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Ultima Ratio Regum” entlässt seine Spieler schon jetzt, lange vor seiner Fertigstellung, in die detailliertesten prozedural generierten Welten aller Zeiten - mit einer Unmenge an vom Computer berechneten Kulturen, Religionen und Gesellschaften, von den Bauten pazifistischer Nomadenkulturen bis hin zu den riesigen Ziggurats ultrareligiöser aggressiver Stadtstaaten. Nichts davon ist von Menschenhand erstellt, sondern alles wird jedes Mal aufs Neue mit komplexen Algorithmen vom Computer berechnet.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-marginalie paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-marginalie field--type-string-long field--label-hidden field__item">Manche der Grundrisse von Städten, Burgen oder Kultstätten wirken wie abstrakte Kunstwerke oder Mandalas.</div> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>So detailliert und ausgeschmückt diese Welt auch ist, so sparsam erscheint auf den ersten Blick die Darstellung: Das Mammutprojekt steht in der altehrwürdigen Tradition der Rogue-likes, die ihre Spielwelten mit Buchstaben und Zeichen des ASCII-Sets auf den Bildschirm bringen. “URR” verwendet das erweiterte ANSI-Set und schafft es trotz dieser vermeintlich spartanischen Optik, eine atemberaubende Vielfalt an Farben, Formen und Details darzustellen - von den großen Überblickskarten der Kontinente über die genauer dargestellten lokalen Umgebungen bis hin zu “Nahaufnahmen” einzelner Gegenstände oder architektonischer Details. Manche der nach komplexen Regeln vom Computer generierten Grundrisse von Städten, Burgen oder Kultstätten wirken wie abstrakte Kunstwerke oder Mandalas.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/5_2.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/5_2.jpg?itok=cA3Fb2TZ" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Der 25-jährige Brite Mark Johnson ist der Schöpfer dieses Projekts. Der an der Universität York promovierte Soziologe hat ohne vorherige Programmierkenntnisse vor vier Jahren damit begonnen, seine Vision in ein Spiel umzusetzen, und diese geht weit über die Erstellung dieser bemerkenswerten Welt hinaus. Anstatt wie in den meisten anderen Rogue-like-Rollenspielen auf der Suche nach magischen Amuletten oder auf der Jagd nach dem bösen Zauberer zu sein, sind die Spielerinnen und Spieler in “URR” auf einer Schnitzeljagd durch die vielfältigen Kulturen und Gesellschaften dieser computergenerierten Welt, um eine Verschwörung aufzudecken, die sich von der historischen Vergangenheit bis in die Spielgegenwart erstreckt.</p> <p>Was komplex klingt, soll in der Praxis noch komplexer werden: Als Inspiration nennt Johnson regelmäßig wahre Größen des anspruchsvollen literarischen Verwirrspiels: Der argentinische Autor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jorge_Luis_Borges">Jorge Luis Borges</a> , bekannt für seine faszinierenden kurzen phantastischen Skizzen um Labyrinthe, Spiegel, Wahrheit und Lüge, dessen bekennender Fan <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco">Umberto Eco</a> und die historischen Romane des Science-Fiction-Ausnahmeautors <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neal_Stephenson">Neal Stephenson</a> sind das Vorbild. “Es geht mir um ‘kulturelle Detektivarbeit’, wie sie bei Borges und Eco oft vorkommt - wie Symbole und ihre Bedeutung in Gesellschaften zirkulieren”, so Johnson im Interview.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/9_1.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/9_1.jpg?itok=M6etg8am" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Das grundlegende Handlungsgerüst, die Quest, soll dabei stets gleich bleiben, dank prozeduralem Storytelling und jedes Mal anderen Welten, Zivilisationen und Gesellschaften soll sich die Reise jedes Mal entscheidend unterschiedlich gestalten, und auch die Aufgaben, denen sich der Spieler zu stellen hat, werden stark von den jeweils zufallsgenerierten Parametern der Welt abhängig sein. Zentrales Element soll dabei aber die Erforschung der Welt bleiben, die Suche nach den entscheidenden Hinweisen auf eine mysteriöse Verschwörung. “Ein Vorbild für diese Art des Storytellings ist die ‘Dark Souls’-Reihe - auch in ‘URR’ sollen die Spieler ihre Informationen nicht auf dem Silbertablett serviert bekommen, sondern sich aus den Bruchstücken selbst zusammenstellen.”</p> <p>Wie das Gameplay dazu konkret aussehen wird, lässt sich derzeit noch nicht mit Sicherheit überprüfen. In der kürzlich erschienenen Version 0.7 des Spiels können Spielerinnen und Spieler zwar staunend durch immer wieder neue, extrem detaillierte Welten wandern, je nach Zivilisation oder Kultur unterschiedliche Städte, Burgen und Gebäude erforschen und sich von der Vielfalt und Unterschiedlichkeit dieser Gesellschaften bis hin zu kleinsten ornamentalen Details in, zum Beispiel, Türverzierungen überzeugen - doch aktuell sind diese Welten, im Unterschied zu einigen Vorgängerversionen, unbelebt und leer. Die Welt wieder mit Menschen, Monstern und Tieren zu bevölkern, ist aber der nächste Schritt im Entwicklungsplan, den der Workaholic Johnson mit großer Genauigkeit einhält - zwölf Stunden täglich arbeitet er nach eigenen Angaben. Im Juli erscheint Version 0.8, die die gewaltige Welt endlich bevölkern wird - mit etwa einer Million computergesteuerter Menschen, deren <a href="http://www.ultimaratioregum.co.uk/game/2015/05/02/the-big-reveal/">Aussehen</a> , Kleidung und Verhalten genau so prozedural erstellt sein soll wie der Rest dieser Welt. Und für 2015 hat sich Johnson immerhin das Ziel gesetzt, sich ganz auf das Spiel zu konzentrieren und von Ersparnissen und Spenden zu leben.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/3_2.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/3_2.jpg?itok=WIvcGfq4" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>URR”, so versichert Mark Johnson, soll aber beileibe kein “Walking Simulator” in ASCII werden, sondern auch für Spieler auf der Suche nach “richtigen” Herausforderungen interessant sein - immerhin bleibt das “Permadeath”-Konzept (der Tod des Spielers bedeutet, dass neu begonnen werden muss) als zentrales Erbe des Rogue-like-Genres bei allen literarischen Anklängen auch “URR” erhalten. “Es ist schade, dass Spiele, die thematisch und inhaltlich komplex sind, oft wenig spielerische Herausforderung bieten, oder umgekehrt, dass Spiele mit anspruchsvollem Gameplay oft inhaltlich seicht sind”, so Johnson. “‘Dark Souls’ ist tatsächlich ein tolles Gegenbeispiel: Es ist sehr herausfordernd, hat aber auch große inhaltliche und thematische Tiefe. Vielleicht schreckt man dadurch manche Spieler ab, doch ich will eigentlich die Herausforderung nicht dadurch schmälern, dass ich ‘URR’ einfacher mache.” Von Herausforderungen - und spielerischen Leidensprüfungen - versteht Johnson etwas: Der semiprofessionelle Pokerspieler hat vor einigen Monaten den <a href="http://www.ultimaratioregum.co.uk/game/2015/03/01/score-rush-world-record/">Weltrekord</a> für das ultraharte Bullet-Hell-Shoot’em-up “Score Rush” geknackt.</p> <p>Riesigen, detaillierten Welten, die nicht mehr von Designern, sondern von Algorithmen gestaltet werden, gehört in Zeiten explodierender Budgets und der Lust an großen, offenen Spielewelten vielleicht die <a href="https://videogametourism.at/content/process-spielwelten-aus-dem-prozessor">Zukunft</a> - “kleine” Projekte wie “URR” sind so gesehen die Avantgarde einer Entwicklung, die sich zunehmend in den Mainstream fortsetzen wird.Wie ein anderes Unikat, der ebenfalls von beseelten Einzelkämpfern entwickelte Fantasy-Weltsimulator <a href="https://videogametourism.at/content/die-alphaversion-der-matrix-dwarf-fortress">“Dwarf Fortress”</a> , zeigt “URR”, dass nicht nur in Hinblick auf Detail, Ambition und thematische Tiefe noch gewaltige Potenziale zu heben sind. Johnson: “Das große Games-Business muss erst lernen, wie man interessante und originelle prozedural generierte Spiele macht. ‘No Man’s Sky’ - bezeichnenderweise auch das Projekt eines Indie-Teams - sieht in dieser Hinsicht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus. Was mich in ‘URR’ interessiert, ist aber prozedurales Storytelling - an den Punkt zu gelangen, wo Spiele nicht nur Levels und Gegner, sondern tatsächlich Geschichten generieren. Momentan kratzen wir in dieser Hinsicht gerade erst an der Oberfläche.”</p> <p><em>Dieser Artikel erschien zuerst für den <a href="http://derstandard.at/2000015489275/Ultima-Ratio-Regum-Spiel-eines-25-Jaehrigen-simuliert-komplette-Welten">GameStandard</a>.</em></p> </div> </div> </div> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> <section class="comments"> <h2 class="comments__title">Kommentare</h2> <div class="comments__list"><article data-comment-user-id="0" id="comment-2948" class="comment js-comment"> <mark class="hidden" data-comment-user-id="0"></mark> <header class="comment__meta"> <span class="comment__author"><span class="username">himbeerschlund</span></span> <span class="node__sep" aria-hidden="true">·</span> <span class="comment__date">Mi. 13 Mai 2015 - 10:00</span> <a href="https://videogametourism.at/comment/2948#comment-2948" hreflang="und">Permalink</a> </header> <div class="comment__content prose-content"> <h3 class="comment__title"><a href="https://videogametourism.at/comment/2948#comment-2948" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="und">Schon genial, wie diese ganz</a></h3> <div class="field field--name-comment-body field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Schon genial, wie diese ganz eigene Ästhetik entsteht. Ich grins unendlich in mich hinein, dass sich das wirklich jemand traut. "Prozedurales Geschichten erzählen". Ich frag mich ja jetzt schon, wenn wir dann vor dem Panorama Fresko in der Kuppel stehen, wie sich das anhört. Wird URR Sound generieren, werden wir Musik hören?</p> </div> </div> </article> <div class="indented"><article data-comment-user-id="7" id="comment-2949" class="comment js-comment comment--by-author"> <mark class="hidden" data-comment-user-id="7"></mark> <header class="comment__meta"> <span class="comment__author"><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span class="node__sep" aria-hidden="true">·</span> <span class="comment__date">Mi. 13 Mai 2015 - 17:53</span> <span class="comment__parent visually-hidden">Antwort auf <a href="https://videogametourism.at/comment/2948#comment-2948" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="und">Schon genial, wie diese ganz</a> von <span class="username">himbeerschlund</span></span> <a href="https://videogametourism.at/comment/2949#comment-2949" hreflang="und">Permalink</a> </header> <div class="comment__content prose-content"> <h3 class="comment__title"><a href="https://videogametourism.at/comment/2949#comment-2949" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="und">Dwarf Fortress!</a></h3> <div class="field field--name-comment-body field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>... generiert inzwischen die *Beschreibung* von Musikstilen, etwa so:</p> <p>""A devotional form of music originating in The Superior Rampart. The form guides musicians during improvised performances. The music is played on a nog. The entire performance should feel playful, and it is to be very loud.</p> <p>The nog always does the main melody and makes trills.</p> <p>The form has a simple structure: three to five unrelated passages.</p> <p>Each of the simple passages is moderately fast. Each passage is performed using the kulet scale and in the noval rhythm. Each passage should be performed using glides.</p> <p>Scales are constructed from twenty-four notes spaced evenly throughout the octave. The tonic note is fixed only at the time of performance. Every note is named. The names are thoth (spoken tho), thatthil (tha), gostang (go), libash (li), lakish (la), asdos (as), roder (ro), nel (ne), biban (bi), ugog (ug), ish (ish), robek (ro), olmul (olm), nokzam (no), emuth (em), fer (fe), uvel (uv), dolush (do), agek (ag), ucat (uc), ngarak (nga), enir (en), ugath (ug) and lisig (li).</p> <p>The kulet heptatonic scale is thought of as two disjoint chords spanning two perfect fourths. These chords are named alak and gatal.</p> <p>The alak tetrachord is the 1st, the 3rd, the 5th and the 11th degrees of the quartertone octave scale.</p> <p>The gatal tetrachord is the 15th, the 18th, the 21st and the 25th (completing the octave) degrees of the quartertone octave scale.</p> <p>The noval rhythm is made from two patterns: the alath (considered the primary) and the suthmam. The patterns are to be played over the same period of time, concluding together regardless of beat number.</p> <p>The alath rhythm is a single line with sixteen beats divided into two bars in a 8-8 pattern. The beats are named osod (spoken os), thikut (thi), cog (co), selsten (se), egdoth (eg), othsin (oths), idek (id) and ust (ust). The beat is stressed as follows:</p> <p>| x X x x - - x x | - - - - - x - - |</p> <p>where X marks an accented beat, x is a beat, - is silent and | indicates a bar.</p> <p>The suthmam rhythm is a single line with four beats. The beat is stressed as follows:</p> <p>| - X x x |</p> <p>where X marks an accented beat, x is a beat, - is silent and | indicates a bar."</p> <p>3 chants with following structure:</p> <p>[ 0, 2, 0, -1 ] 2x<br> [ 1, 2, 5, 2 ] 3x<br> [ 3, 4, 1, 2 ] 2x<br> [ 2, 0, -1, 0 ] 3x<br> [ 4, 1, -2, 0 ] 2x</p> <p>[ 3, -1, -1, 2 ] 2x<br> [ 2, -1, 3, -2 ] 3x<br> [ 2, 0, 0, -2 ] 1x<br> [ 2, 1, 0, 0 ] 1x</p> <p>[ 5, 1, -1, 0 ] 1x<br> [ 2, 5, 0, 2 ] 2x<br> [ 3, 0, -2, 1 ] 2x<br> [ 1, 1, 2, 2 ] 1x<br> [ 0, 0, 1, 2 ] 3x" ...</p> <p>und klingen tut das dann dank Freiwilligen, dies umsetzen, so:<br> <a href="https://soundcloud.com/mredrum/superior-rampart">https://soundcloud.com/mredrum/superior-rampart</a></p> </div> </div> </article> </div> </div> </section> Wed, 13 May 2015 06:51:50 +0000 Rainer Sigl 584 at https://videogametourism.at Best of Indie April 2015 https://videogametourism.at/content/best-indie-april-2015 <span>Best of Indie April 2015</span> <div class="field field--name-field-teaser-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/bestof.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/bestof.jpg?itok=MvtLQ_Vb" width="700" height="187" alt> </a> </div> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2015-04-30T11:32:20+02:00" title="Donnerstag, 30 April 2015 - 11:32">Do. 30 Apr 2015 - 11:32</time> </span> <div class="field field--name-field-teaser field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Der April ist der Monat des größten Independent Games Festivals des Kontinents: Die <a href="http://amaze-berlin.de/">Amaze Berlin 2015</a> versammelte Gamedesigner, Innovatoren und Freunde des Games-Undergrounds in Berlin. “Ist das noch Indie?” Die gefürchtete, auch im Standard-Forum immer wiederkehrende Frage, die sich angesichts der “Indie-Revolution” konstant stellt, kann für die Spiele, Köpfe und die Philosophie dieses Festivals in der deutschen Hauptstadt wieder eindeutig mit Ja beantwortet werden. -ein Event-Highlight für Freunde einer Subkultur, die sich in dieser Form noch lange, lange gegen die Vereinnahmung durch den Kommerz wehren wird.</p> <p>Auf der Amaze erfolgte auch die europäische Uraufführung der Dokumentation <a href="http://www.gameloading.tv/">“GameLoading - Rise of the Indies”</a> , in der eine fast überwältigende Anzahl von einflussreichen Personen der Szene zu Wort kommt. Obwohl der Film durch die Vielzahl an Standpunkten und oft nur angerissenen Themen die Intimität des Klassikers “Indie Game - The Movie” vermissen lässt, bietet er dennoch für Auskenner wie auch Neugierige einen spannenden Einblick in eine Subkultur, die sich gerade in einer wahren “culture explosion” befindet, wie Rami Ismail, Kopf des Indie-Duos Vlambeer, auf der Amaze konstatierte.</p> <p>Spannende Zeiten also - und auch diese fünf Indie-Spiele der letzten Wochen sorgen für Spannung auf den Spielgeräten zu Hause. Die besten Indie-Games im April 2015, hier sind sie.</p> </div> <div class="field field--name-field-paragraph-element field--type-entity-reference-revisions field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/boi2.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/boi2.jpg?itok=MFrfkQgQ" width="700" height="373" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><a href="https://kerbalspaceprogram.com/en/">Kerbal Space Program</a></p> <p>(Windows, Mac, Linux, 30 Euro)</p> <p>Nach langer Early-Access-Phase ist das inzwischen bereits kultisch verehrte “Kerbal Space Program” vor kurzem endlich fertiggestellt worden und verdient hier einen Ehrenplatz. Die hochkomplexe Simulation mit Knuddelfaktor begeisterte bereits in ihrer unfertigen Version Millionen Spielerinnen und Spieler weltweit durch ihre einzigartige Mischung aus Sandbox-Spiel, Physiksimulation und technischem Baukasten: Als Chef des Weltraumprogramms der niedlichen Kerbals ist man damit beschäftigt, die kleinen Aliens sicher auf unterschiedliche Missionen ins All zu schicken und dafür vom Raketenbau bis zur Missionsplanung alles im Auge zu behalten.</p> <p>Schon letztes Jahr ehrte die NASA das komplexe Indie-Spiel mit einer <a href="http://forum.kerbalspaceprogram.com/content/260-Kerbal-Space-Program-Adds-NASA-Asteroid-Redirect-Mission-to-Game">offiziellen Zusammenarbeit</a> , in der finalen Version, die seit 27. April verfügbar ist, sorgt ein neues Aerodynamikmodell für noch mehr Realismus - und Kniffligkeit. “KSP” ist nicht nur ein von seinen Fans heiß verehrtes Phänomen, sondern auch der Beweis dafür, dass Early Access für Entwickler und Spieler wunderbar funktionieren kann.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/boi3.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/boi3.jpg?itok=WlTVi5Np" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><a href="http://www.devolverdigital.com/games/view/titan-souls">Titan Souls</a></p> <p>(PS4, Vita, Windows, Mac, Linux, ca. 14,99 Euro)</p> <p>Der Name sagt’s: “Titan Souls” vereint die DNA der “Souls”-Reihe mit jener des Klassikers “Shadow of the Colossus” zu einem herausfordernden Action-Spektakel im atmosphärischen Pixel-Look. Bewaffnet mit nur einem einzigen Pfeil machen sich Spielerinnen und Spieler auf in den Kampf gegen eine Reihe von immer gemeiner werdenden, im Vergleich zur kleinen Spielfigur riesigen Endgegnern, den gewaltigen Titanen.</p> <p>Dank präziser Steuerung ist der haarige Kampf gegen die Riesen ein hartes, aber faires Geschicklichkeitsspiel mit maximaler Spannung: Der wiederaufsammelbare, einzige Pfeil im Köcher will wohlüberlegt eingesetzt sein, und die Spielfigur verträgt nur einen einzigen direkten Treffer, beim Ableben geht’s zurück zum letzten Speicherpunkt. “Titan Souls” ist ein Spiel, das wie “Shadow of the Colossus” de facto nur aus einer Abfolge von immer schwieriger werdenden Bosskämpfen besteht - eine herausfordernde Aufgabe (nicht nur) für ehrgeizige Spieler mit Faible für Retro-Nostalgie.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/boi4.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/boi4.jpg?itok=53nWmDDr" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><a href="http://www.iambreadgame.com/">I Am Bread</a></p> <p>(Windows, Mac, 12,99 Euro)</p> <p>Indie-Freunde sind Seltsamkeiten gewohnt: Ob als <a href="http://octodadgame.com/">Octopus in Menschengestalt</a> , als <a href="http://www.goat-simulator.com/">Ziege</a> oder gar als <a href="http://mountain-game.com/">schwebender Berg</a> - nichts Unmenschliches ist dem Freund des seltsamen Independent-Spiels fremd. Das lakonisch “I Am Bread” betitelte aktuelle Spiel der “Surgeon Simulator”-Macher Bossa Studios macht seine Spielerinnen und Spieler - erraten - zur Scheibe Toastbrot auf der Suche nach, nunja, Toastung.</p> <p>Wie in “Octodad” ist die Steuerung das Trickreiche, und wie auch in “Goat Simulator” lebt “I Am Bread” vom Slapstick, der sich aus der haarsträubend absurden Ausgangsprämisse ergibt. Physikalisch korrekt wankt unser Brot durch häusliche Umgebungen, überwindet Hindernisse und Schmutz, wälzt sich in Marmelade, um seinen “Leckerheitsgrad” zu erhöhen und sorgt für Unterhaltung bei Spielerinnen und Spielern sowie eventuellen Zusehern.</p> <p>Ist das nur “YouTuber-Bait”, wie Skeptiker behaupten? Zugegeben: Die Skurrilität der brötlichen Abenteuer schwindet mit zunehmender Spiellänge, doch trotzdem bietet “I Am Bread” überraschend viel Spiel. Brot sein ist hart - aber lustig.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/boi5.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/boi5.jpg?itok=fDf4-1Du" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><a href="http://www.cosmochoria.com/">Cosmochoria</a></p> <p>(Windows, Mac, Linux, ab 9,49 Euro)</p> <p>Apropos schräge Games-Ideen: Wer immer schon als nackter Astronaut öde Planeten und Asteroiden zum Blühen bringen und Weltraumdrachen bekämpfen wollte, hat in “Cosmochoria” nun die beste Gelegenheit dazu. Das kleine, äußerst sympathische Spiel vereint das Oldschool-Gameplay von “Asteroids” und “Super Mario Bros” in einem liebevollen Mix aus Arcade-Shoot’em up, einem Hauch von Tower Defense und knallbuntem Rogue-like.</p> <p>Nicht vom niedlichen Stil täuschen lassen: “Cosmochoria” fordert in seinem liebevollen Potpurri aus verschiedenen Arcade-Elementen auch erfahrene Gamer durchaus heraus und überzeugt durch Originalität und seinen umwerfenden Charme.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/boi.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/boi.jpg?itok=WKD7DLUy" width="700" height="525" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><a href="http://www.convoy-games.com/">Convoy</a></p> <p>(Windows, Mac, ca. 12,99 Euro)</p> <p>“Mad Max” trifft “FTL” - wahrscheinlich reicht bereits diese Kurzbeschreibung, um manche bereits vom Kauf zu überzeugen. Als Convoy-Pilot in einer postapokalyptischen Science-Fiction-Welt steuern Spielerinnen und Spieler im taktischen Rogue-like “Convoy” Fahrzeugverbände von Mission zu Mission, während von allen Seiten Unheil in Form von attackierenden Mutanten und motorisierten Unholden droht. Statt wie in “FTL” ein einzelnes Raumschiff, steuern Spielerinnen und Spieler im pausierbaren Echtzeitkampf eine kleine Flotte von bewaffneten Fahrzeugen, die das zentrale Gefährt beschützen müssen.</p> <p>Die zu durchquerende Wüste erlaubt mehr freie Bewegung als im Weltraum-Rogue-like, und die Qualitäten des kultigen Vorbilds sind auch hier vorhanden: Knifflige Entscheidungen, taktische Kämpfe und vor allem der herausfordernde Schwierigkeitsgrad inklusive Permadeath machen “Convoy” zu mehr als nur einem sehr guten Epigonen.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/boi6.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/boi6.jpg?itok=6AH7RAP0" width="700" height="394" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p><strong>Und sonst?</strong></p> <p>Mit <a href="http://kaiju-a-gogo.com/">Kaiju A-GoGo</a> (Windows, 12,99 Euro) können Spielerinnen und Spieler ihren Traum von der Weltherrschaft so richtig ausleben: Als wahnsinniger Wissenschaftler schickt man in dieser Cartoon-Ausbausimulation mit fröhlich destruktiven Phasen riesige Monster von seiner geheimen Inselbasis in die Großstädte dieser Welt - Godzilla lässt grüßen.</p> <p>Patriotismus, ahoi: Das an dieser Stelle bereits mehrfach vorgestellte Physik-Magie-Action-Adventure <a href="http://sonofnor.com/">Son of Nor</a> (Windows, Mac, Linux, ab 18,49 Euro) der Tiroler Stillalive Studios hat den Early Access verlassen und bietet Zauberei in Kombination mit physikalischer Simulation - ein origineller Fantasy-Trip sowohl für Einzel- als auch Mehrspielerpartien. Auch das an dieser Stelle ebenso bereits gewürdigte und vielfach vorprämierte “Rhythm-based Rogue-like” <a href="http://necrodancer.com/">Crypt of the NecroDancer</a> (Windows, Mac, Linux, ab ca 12 Euro) ist endlich final erschienen.</p> <p>Auch Tim Schafers <a href="http://www.brokenagegame.com/">Broken Age</a> hat mit seinem jüngst veröffentlichten zweiten Akt (Windows, Mac, Linux, ca. 19 Euro für beide Teile) endlich einen Abschluss gefunden - nur schade, dass so viele Locations des tollen ersten Teils hier recycelt werden, und auch schade, dass in diesem eher mauen Abschluss das im Vorgänger angedeutete große Potenzial, an die Meisterwerke der Vergangenheit anzuschließen, nur teilweise erfüllt werden kann. Angesichts der Vielzahl an tollen Indie-Titeln wird der Schmerz darüber allerdings im Rahmen bleiben. Bis zum nächsten Monat!</p> </div> </div> </div> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie" hreflang="de">Serie: Best of Indie</a></li> </ul> </div> Thu, 30 Apr 2015 09:32:20 +0000 Rainer Sigl 579 at https://videogametourism.at YouTube-Phänomen Minecraft https://videogametourism.at/content/youtube-phaenomen-minecraft <span>YouTube-Phänomen Minecraft</span> <div class="field field--name-field-teaser-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/mc3.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/mc3.jpg?itok=27JO_-De" width="700" height="187" alt> </a> </div> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2015-03-30T10:06:42+02:00" title="Montag, 30 März 2015 - 10:06">Mo. 30 Mär 2015 - 10:06</time> </span> <div class="field field--name-field-teaser field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Seltsame neue Spielewelt: Als der schwedische Entwickler Markus “Notch” Persson 2009 damit begann, Betazugänge zu seinem Indie-Spiel “Minecraft” zu verkaufen, konnte noch keiner ahnen, dass ihn sein Weg in nur fünf Jahren auf die Forbes-Liste der Milliardäre führen würde. Es ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die so wohl nur im Gaming, und in diesem Fall sogar nur im Indie-Bereich stattfinden kann.</p> <p>“Minecraft” ist mehr als ein Kultspiel, es ist ein Phänomen. Das Sandbox-Legoland zum Selbergestalten ist hinter “Tetris” und “Wii Sports” mit über 60 Millionen verkauften Exemplaren auf Platz drei der meistverkauften Spiele aller Zeiten und naturgemäß damit das erfolgreichste Indie-Spie. Die kostenlose Demoversion hat bereits vor einem Jahr die <a href="http://derstandard.at/1392686552237/Minecraft-zaehlt-mehr-als-100-Millionen-Spieler">100-Millionen-Spielermarke geknackt.</a><br> Es ist mit Respektabstand mit knapp zwei Milliarden gespielten Stunden das am meisten gespielte Xbox-Live-Spiel auf der Xbox 360 und der letztes Jahr über die Bühne gegangene Deal mit Microsoft hat Persson um <a href="http://derstandard.at/2000005602559/Microsoft-kauft-Minecraft-Hersteller-fuer-kolportierte-25-Milliarden-Dollar">2,5 Milliarden Dollar</a> reicher gemacht. Trotzdem ein gutes Geschäft für Microsoft: Direkter konnte sich bislang wohl kein Unternehmen in eine <a href="http://derstandard.at/2000005727542/New-Kid-on-Block-Wieso-Microsoft-Milliarden-fuer-Minecraft-zahlt">lebende Legende der Popkultur</a> einkaufen, die für Millionen Spieler auf ewig nostalgischer Teil ihrer Kindheit und Jugend bleiben wird.</p> </div> <div class="field field--name-field-paragraph-element field--type-entity-reference-revisions field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/mc1.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/mc1.jpg?itok=9zKncZEm" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Ein Grundpfeiler des Erfolgs von “Minecraft” war schon sehr früh seine Präsenz auf Videoportalen wie YouTube. Schon 2009 begannen Fans, ihre Erlebnisse im Spiel per Video mit anderen Zusehern zu teilen. Mit umwerfender Resonanz: Die Sandbox im Klötzchenlook hat nicht nur ein Drittel ihrer Spielerbasis <a href="http://www.gamespot.com/articles/mining-data-from-minecraft/1100-6331569/">durch Videos angezogen</a> , sondern auch einiges dazu beigetragen, das Phänomen “Let’s Plays” und Spielinhalte auf YouTube und Streamingdiensten wie Twitch fest zu verankern. 2014 lag “Minecraft” auf YouTube nur von “Music” geschlagen auf Platz zwei der am häufigsten gesuchten Begriffe.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-marginalie paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-marginalie field--type-string-long field--label-hidden field__item">Minecraft-Videos haben auf YouTube mehr als 60 Milliarden Views generiert.</div> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Game-Content – Let's Plays, Walkthroughs, Reviews oder Trailer - macht insgesamt inzwischen stolze 15 % der gesamten auf YouTube hochgeladenen Clips aus, und pro Minute kommen 300 Stunden an Video-Uploads auf YouTube dazu. “Minecraft” hat dabei eine Vorreiterrolle inne: Insgesamt haben Videos zum Spiel mehr als unfassbare 60 Milliarden Views generiert, das übertrifft die Reichweite der auf Platz zwei nachfolgenden Blockbusterreihe “Call of Duty” um das Dreifache.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/mc2.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/mc2.jpg?itok=xOrCtzsr" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Warum aber ist ausgerechnet “Minecraft” als Videocontent so erfolgreich? Der Retropixellook des Spiels ist nicht gerade Eye-Candy, und auch spielerisch passiert für außenstehende Beobachter oft nicht gerade Weltbewegendes in den knapp 70 Millionen YouTube-Treffern, die eine Suche nach dem Spiel ergibt. Was macht “Minecraft” also besonders?</p> <p>Zunächst sind es natürlich die “Personalities”, die das Phänomen Let's Play auch im Gesamten ausmachen. Für viele Zuseher sind diese YouTube-Stars fast so etwas wie Freunde, denen man beim Spielen gerne zusieht und sich von ihnen unterhalten lässt. Ganze Karrieren heute megaerfolgreicher YouTube-Personalities wie des weltweit bekanntesten YouTubers PewDiePie, Stampylonghead oder im deutschen Sprachraum von Gronkh oder Sarazar basieren zu einem bedeutenden Teil auf den teils hunderten Stunden, die sie sich von Fans beim Graben, Bauen und Überleben in “Minecraft” über die Schulter schauen ließen.</p> <p>Dabei steht oft weniger das Spiel an sich im Vordergrund, sondern der jeweilige Spieler. “Minecraft” kommt dieser Art der Unterhaltung perfekt entgegen: Da es ohne Handlung und meistens auch ohne besonders hektische Action auskommt, bietet es den jeweiligen Let's Playern besonders viel Raum, sich darzustellen. Anders formuliert: Im Gegensatz zu anderen Spielen, die oft genug die gesamte Aufmerksamkeit des Zusehers für sich verlangen, lässt das Gameplay von “Minecraft” als Hintergrundrauschen viel Platz und viel Gelegenheit, zu erzählen, Witze zu machen oder einfach für die Selbstdarstellung der jeweiligen Videomacher – je nachdem, welche Aufgaben sich diese in ihren Spielsessions selbst stellen.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/mc4.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/mc4.jpg?itok=WI-N6IKQ" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Wie überhaupt “Selbstdarstellung” mit der Kreativität des Sandkastens perfekt zusammenpasst: Statt wie in anderen Spielen einem festgesetzten Ziel nachzujagen, bieten die fast unendlichen Möglichkeiten von “Minecraft” den Videomachern alle Freiheiten, sich ihre eigene Bühne zu bauen und sich eigene Ziele zu setzen – von größenwahnsinnigen Bauprojekten über gefährliche Höhlenexpeditionen bis hin zum Erforschen vorgefertigter Maps, die vom <a href="http://derstandard.at/1358305111535/Minecraft-Spieler-verblueffen-mit-Game-of-Thrones-Nachbau">“Game of Thrones”-Kontinent Westeros</a> über die gesamte <a href="http://derstandard.at/1379291890653/22-Milliarden-Bloecke-Spieler-bauen-Grossbritannien-in-Minecraft-nach">Landmasse Großbritanniens</a> bis hin zur österreichischen <a href="http://derstandard.at/1397521762498/Minecraft-Spieler-arbeiten-am-Nachbau-von-Wien">Bundeshauptstadt Wien</a> und noch viel weiter reichen.</p> <p>Und die Spielesessions sind längst nicht mehr auf simples Bauen, Erforschen oder gar das Bewundern vorgefertigter Welten beschränkt: Die gewaltige Community hat in unzähligen Mods und <a href="http://www.minecraftmaps.com/adventure-maps">“Adventure Maps”</a> dafür gesorgt, dass neben dem zweckfreien Klötzchenbau in der Sandbox auch jede Menge andere Spielerlebnisse verfügbar sind – und das natürlich nicht nur für Spieler, sondern auch für die Millionen Zuseher an ihren Monitoren.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/mc5.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/mc5.jpg?itok=5UQ3JBsP" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Dieser immense Abwechslungsreichtum macht neben seiner Eignung als Plattform für Selbstdarstellung einen zweiten Erfolgsfaktor aus, doch für Martin Fornleitner ist auch noch etwas anderes entscheidend: “Viele Spieler sehen in den YouTube-Videos, welch ungewöhnliche Projekte in 'Minecraft' überhaupt möglich sind und bekommen so Anreize, Ähnliches in ihre eigenen Welten einfließen zu lassen. Es ist ein gegenseitiges Anspornen und Ausreizen dieses Spiels.” Der 31-jährige Wiener ist als stolzer Weltrekordhalter im “Minecraft”-Marathon im “Guinness-Buch der Rekorde: Gamer's Edition ” eingetragen: Bereits 2011 hat sich der IT-Fachmann und <a href="http://www.nerdkeller.eu/">Blogger</a> mit einer <a href="http://www.polygon.com/2015/1/15/7552093/minecraft-guinness-world-records">24-Stunden-Session “Minecraft”</a> auf seinem Sony Xperia (!) mit diesem seitdem ungeschlagenen Rekord verewigt.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-marginalie paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-marginalie field--type-string-long field--label-hidden field__item">Der immense Abwechslungsreichtum von Minecraft macht neben seiner Eignung als Plattform für Selbstdarstellung einen zweiten Erfolgsfaktor aus.</div> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Für Fornleitner geht “Minecraft” wegen seiner spielerischen und gestalterischen Freiheiten weit über andere Spiele hinaus: “In 'Minecraft' geht es eben darum, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Bei anderen Spielen definiert das eigene Erlebnis das Medium, aber Let´s Plays von 'Minecraft' können fast so etwas wie eine virtuelle Kunstgalerie darstellen.” Dieses kreative Spiel erhebt “Minecraft” über den Rest elektronischer Unterhaltung und hat das Spiel zu Recht längst auch in viele Schulklassen geführt – auch wenn konservativere Ausreißer wie die Türkei auch hier immer noch eine <a href="http://derstandard.at/2000012757537/Gefahr-fuer-Kinder-Tuerkei-strebt-Minecraft-Verbot-an">Gefahr für unschuldige Kinderseelen</a> entdecken wollen. Für den “Minecraft”-Weltmeister aus Wien wie für viele Fans hingegen steht das Schöpferische im Vordergrund: “Ich bin ein kreativer Mensch, ich zeichne gerne, befasse mich mit Videobearbeitung, Sounddesign und vielem mehr. 'Minecraft' gab mir als erster Softwaretitel die Chance, zwei meiner Leidenschaften gleichzeitig zu befriedigen: etwas Neues zu schaffen und Gaming.”</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-paragraph-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/mc6.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/mc6.jpg?itok=7D8k5auS" width="700" height="187" alt> </a> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Die Frage, warum ausgerechnet ein Spiel wie “Minecraft” nicht nur für Spieler, sondern auch für Zuschauer Zuschauer derartigen Sonderstatus hat, lässt sich somit eigentlich leicht beantworten. Es ist nicht nur seine besondere Eignung als Plattform für YouTube-Personalities; es ist mehr als sein beispielloser Abwechslungsreichtum. Es ist auch mehr als “nur” sein Spielprinzip, das die Kreativität seiner Spieler anstachelt. “Minecraft” hat dank intensivem Austausch in sozialen Netzen, per Video, aber auch in unzähligen Foren und Wikis seine Spieler zu einer globalen, riesigen Community vereint und bringt sie immer wieder dazu, sich auszutauschen, eigene Projekte voll Stolz zu teilen, sie zu würdigen und in immer größere Dimensionen voranzutreiben.</p> <p>“Minecraft” ist ein Phänomen, weil es auf beispiellose Art und Weise seine Community und ihre eigene Kreativität ins Zentrum stellt – nicht nur in seiner Multiplayerkomponente, sondern auch im Austausch zwischen eigenem Bauen und Inspiration durch das, was andere damit erschaffen. So bleibt es für Spieler, aber auch für jene, die anderen beim Spielen auf YouTube oder Twitch zusehen, zeitlos, spannend und immer wieder neu. Die Chancen stehen gut, dass es als altersloser Klassiker noch viele Jahre diesen Ausnahmestatus behalten wird.</p> </div> </div> </div> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/analyse" hreflang="de">Analyse</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> Mon, 30 Mar 2015 08:06:42 +0000 Rainer Sigl 552 at https://videogametourism.at “House of Cards”: Spielen als Normalität https://videogametourism.at/content/house-cards-spielen-als-normalitaet <span>“House of Cards”: Spielen als Normalität</span> <div class="field field--name-field-teaser-image field--type-image field--label-hidden field__item"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/house-of-cards-playstation.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/house-of-cards-playstation.jpg?itok=LTn2raX3" width="700" height="187" alt> </a> </div> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2015-03-20T12:44:26+01:00" title="Freitag, 20 März 2015 - 12:44">Fr. 20 Mär 2015 - 12:44</time> </span> <div class="field field--name-field-teaser field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Seit einigen Jahren hört man es gebetsmühlenartig und bis zum Verdruss: Videospiele seien “in der Mitte der Gesellschaft” angekommen. Was das bedeuten mag, zeigt sich unspektakulär, aber deshalb nicht weniger bedeutsam in einem anderen Medium, das unbestritten seit Jahren in dieser Mitte regiert und an Qualität immer weiter zunimmt: in aufwendig produzierten TV-Serien wie “House of Cards”, die ein ebenso spannendes wie komplexes Bild von Hochpolitik, aber auch menschlichen Abgründen vermitteln und international höchst erfolgreich sind. Warnung: Spoilers.</p> </div> <div class="field field--name-field-paragraph-element field--type-entity-reference-revisions field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Frank Underwood, von Kevin Spacey diabolisch-genial verkörperter Protagonist der hochgelobten US-Serie, ist nicht nur nach zwei Staffeln des Politthrillers auf dem Zenith der Macht, im Weißen Haus, angekommen, sondern nebenbei auch einem Hobby treu geblieben, das in großen Teilen der Öffentlichkeit immer noch mit Kinderspielzeug verwechselt wird: Ganz selbstverständlich wird hier ein US-Präsident gezeigt, der Videospiele nicht nur gedankenlos konsumiert, sondern sich auch dafür interessiert - und das völlig ohne die jahrzehntelang aus anderen TV- und Filmproduktionen bekannten peinlichen Klischees und Vorurteile. “Gamer”, das sind endlich einmal nicht seltsame Nerds mit Hygiene- und Sozialproblemen, sondern ganz normale Menschen, die eben auch spielen und nicht nur darüber charakterisiert werden.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Schon in Staffel 1 sah man den gestressten Machtpolitiker Underwood <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ElJYLZagjxk">abends bei einer Partie “Killzone” entspannen</a> oder die Mobilkonsole PlayStation Vita loben, doch in der aktuellen Staffel 3 gehen die Autoren noch einen Schritt weiter und rücken das überraschende Hobby des knallharten Intriganten Underwood ein Stückchen weiter ins Zentrum. Die Hauptfigur beim Videospielen, das ist nicht mehr nur ein Weg, einer Figur eine unerwartete Seite zu geben - diesmal nehmen die Autoren auch Bezug auf Änderungen in der Branche selbst. Schon in Staffel 2, als Vizepräsident beruflich stark gefordert, hatte sich Underwood mit Bedauern von seiner Konsole und Shootern verabschiedet; stattdessen wendet er sich nun, im Weißen Haus am Ziel seiner Ambitionen gelandet, einer kleineren Form des Mediums zu, die sich besser mit seinem stressigen Arbeitsleben vereinbaren lässt.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-marginalie paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-marginalie field--type-string-long field--label-hidden field__item">In Staffel 3 stehen erstmals Indie-Spiele im Zentrum der Gewohnheiten des "House of Cards"-Antihelden.</div> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Mit dem Mobile-Puzzler “Monument Valley”, der prominent in Folge 5 auf Underwoods Bildschirm landet, steht erstmals ein Indie-Spiel im Zentrum - und das nicht nur in der Szene, in der Frank <a href="https://www.youtube.com/watch?v=D-rMd2eR04o">beim Spielen zu sehen ist</a> . Den Schreiber der “Monument Valley”-Review, die den sonst Shootern liebenden Präsidenten zum Spielen brachte, engagiert Underwood dann auch gleich als Biografen und Berater. Zwei Folgen später entführt Thomas Yates, der Ex-Spielejournalist, seinen neuen Arbeitgeber dann sogar noch tiefer ins Labyrinth obskurer Indie-Spiele und verwirrt ihn mit dem erzählerischen Experiment “The Stanley Parable” - im Serienkontext eine perfekte Metapher für die verlässlich undurchsichtigen Intrigen der Politserie. (“Another time”, grummelt der Präsident, “it’s too much like my real life.”) Auch eine Erwähnung des Indie-Millionensellers “MineCraft” darf nicht fehlen.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-bild paragraph--view-mode-default"> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Ist das nur Product Placement? Die Macher von “Monument Valley” verneinen in einem <a href="https://twitter.com/ustwogames/status/571681865578516480">Tweet</a> - und es erscheint auch unwahrscheinlich, dass sich die “kleinen” Entwickler die sicher teure Schaltung leisten hätten können, auch wenn genaue Zahlen zu derart versteckter Werbung in Serien und Filmen notorisch geheimgehalten werden. Der Effekt des Serienauftritts war trotzdem gewaltig: “Monument Valley” erstürmte dank “House of Cards” - <a href="http://www.dailydot.com/geek/house-of-cards-monument-valley-game/">zum wiederholten Mal</a> - die AppStore-Charts. Der Werbeeffekt sei dabei sogar <a href="http://blog.appfigures.com/house-of-cards-stacks-the-deck-for-monument-valleys-success-across-major-app-stores/">größer als jener für bezahlte Werbung während der absoluten US-Werbeprimetime beim Superbowl gewesen.</a></p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-marginalie paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-marginalie field--type-string-long field--label-hidden field__item">"House of Cards" zeigt die zeitgemäße Gegenposition zu der althergebrachten stereotypen Darstellung von Computerspielern als sonderbare Außenseiter</div> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Wahrscheinlich ist der Auftritt von Games im TV wohl eher eine simple Win-win-Situation für beide Seiten, ganz ohne vordergründige kommerzielle Motivation: Mit der Darstellung einer Hauptfigur, die selbstverständlich auch dem gar nicht mehr so jungen Medium Spiele offen gegenübersteht, holen die Netflix-Autoren nicht nur viele ihrer Zuseher bei ihrer eigenen Lebensrealität ab, sondern verankern “House of Cards” auch in einer realistischen Version der Gegenwart. “House of Cards” und sein games-affiner Antiheld Frank Underwood sind somit die zeitgemäße Gegenposition zu der althergebrachten stereotypen Darstellung von Computerspielern als sonderbare Außenseiter. Spiele verlassen ihre Nerd-Reservate, wie sie zum Beispiel in “The Big Bang Theory” schon länger zu sehen waren. Es war auch schon höchste Zeit.</p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz-mit-initiale paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-absatz field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Ustwo, die Macher von “Monument Valley”, nehmen den Popularitätsturbo übrigens <a href="https://twitter.com/ustwogames/status/571809016004935680">mit Humor.</a> “Unser nächstes Ziel ist, es ‘Monument Valley’ in ‘Game of Thrones’ zu platzieren.”</p> <p><em>Dieser Artikel erschien zuerst für den <a href="http://derstandard.at/2000012702125/House-of-Cards-ein-Segen-fuer-Videospiele">Gamestandard</a>. Und nur zur Erinnerung: Bislang war das Bild, das Hollywood von Videspielen gezeichnet hat, nunja. Seht selbst.</em></p> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-video paragraph--view-mode-default"> <div class="field field--name-field-video field--type-video-embed-field field--label-hidden"> <div class="embed-consent" data-provider="youtube" data-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/6OT5D2M6VeA" style="aspect-ratio:16/9"> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6OT5D2M6VeA" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=6OT5D2M6VeA</a> </div> </div> </div> </div> <div class="field__item"> <div class="paragraph paragraph--type-absatz paragraph--view-mode-default"> </div> </div> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/essay" hreflang="de">Essay</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> Fri, 20 Mar 2015 11:44:26 +0000 Rainer Sigl 550 at https://videogametourism.at VGT goes GameStandard: Best of Indie Jahresrückblick https://videogametourism.at/content/vgt-goes-gamestandard-best-indie-jahresrueckblick <span>VGT goes GameStandard: Best of Indie Jahresrückblick</span> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2014-12-22T12:37:57+01:00" title="Montag, 22 Dezember 2014 - 12:37">Mo. 22 Dez 2014 - 12:37</time> </span> <section class="field field--name-field-image field--type-image field--label-hidden splide js-splide" aria-label="Image"> <div class="splide__track"> <ul class="splide__list"> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/1.png" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/1.png?itok=uMFz1NMT" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/2_1.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/2_1.jpg?itok=rQm3Ekcv" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/3_1.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/3_1.jpg?itok=g2LSuCx1" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/4.png" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/4.png?itok=VsUhmzXQ" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/5_1.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/5_1.jpg?itok=ECB8JEBK" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/6_0.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/6_0.jpg?itok=Rm5EtNDx" width="700" height="438" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/7_0.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/7_0.jpg?itok=5JWSqT1M" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/8.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/8.jpg?itok=y4cHPh8K" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/9.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/9.jpg?itok=Tv1ZlB7A" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/10.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/10.jpg?itok=Lo3K7sO1" width="700" height="388" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/goty.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/goty.jpg?itok=0CvUHVvh" width="700" height="200" alt> </a> </li> </ul> </div> </section> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p><img alt class="image-700_width" height="200" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/goty.jpg" width="700"></p> <p class="majuskel" style>An der "Indie-Revolution" im Medium Games führt 2014 kein Weg vorbei. Nie zuvor gab es eine derartige Flut an hervorragenden Spielen unabhängiger Entwickler. Längst sind diese ihren Kinderschuhen entwachsen: Waren vor einigen Jahren die meisten Indie-Spiele pixelige Retro-Angelegenheiten, können heute manche Titel mühelos mit dem millionenschweren Mainstream mithalten und erobern auch Konsolen und Mobile-Markt.</p> <p>In einem Jahr voller Indie-Highlights fällt eine Auswahl schwer - hier sind trotzdem zehn besonders gelungene Indie-Spiele des abgelaufenen Jahres.</p> <p><!--break--></p><p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/1.png" width="700"></p> <div> <div><a href="http://stoicstudio.com/">The Banner Saga</a>&nbsp;(Windows, Mac, Android, iOS 19,99 Euro;&nbsp;<a href="http://derstandard.at/r4320">PS4</a>&nbsp;in Vorb.)</div> </div> <p>Das von skandinavischen Wikingermythen inspirierte Rollenspiel kann es in Atmosphäre, Originalität und düsterer, erwachsener Story mühelos mit finanzstärkeren Konkurrenten aufnehmen. Der tolle Zeichentrickstil lässt "The Banner Saga" zu einem der schönsten Spiele des Jahres werden, der atmosphärische Soundtrack ist vom Feinsten und das taktische Kampfsystem ist grundsolide und herausfordernd. Teil zwei der geplanten Trilogie soll bald folgen.</p> <div><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/2_1.jpg" width="700"></div> <div><a href="http://ethancartergame.com/">The Vanishing of Ethan Carter</a>&nbsp;(Windows, 18,99 Euro;&nbsp;<a href="http://derstandard.at/r4320">PS4</a>&nbsp;2015)</div> <p>Der düstere Mystery-Thriller der polnischen Entwickler ist ein packendes First-Person-Abenteuer, das allein wegen seiner spektakulären Grafik für alle Spieler einen Blick wert ist. Ganz ohne Gegner oder Kämpfe erforschen Spieler auf der Suche nach einem verschwundenen Kind einen verlassenen Ort am Rande eines Staudamms, wo sich einzelne Hinweise und moderat herausfordernde Rätsel zu einer stimmungsvollen und überraschenden Geschichte verbinden. Cleverer und atmosphärischer wurde 2014 selten erzählt.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/3_1.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://www.11bitstudios.com/games/16/this-war-of-mine">This War Of Mine</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux, 18,99 Euro)</p> <p>Die polnischen Entwickler 11 bit Studios haben sich vom Leben im belagerten Sarajewo während der Jugoslawienkriege inspirieren lassen und ein beeindruckend düsteres Spielerlebnis geschaffen, das weniger Spaß macht, als emotional zu beeindrucken. In der Survival-Simulation erleben Spieler den Ausnahmezustand Krieg einmal aus einer ganz anderen Perspektive: Statt mit der Waffe in der Hand an der Front den Helden zu spielen, ist man in "This War of Mine" mit dem Management des bloßen Überlebens als Zivilist in einer vom Krieg fast zerstörten Stadt beschäftigt.</p> <div><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/4.png" width="700"></div> <div><a href="http://www.croteam.com/talosprinciple/">The Talos Principle</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 35,99 Euro;&nbsp;<a href="http://derstandard.at/r4320">PS4</a>, Android in Vorbereitung)</div> <p>Gerade eben erst veröffentlicht, ist der Titel der kroatischen "Serious Sam"-Entwickler für viele ein Anwärter auf das Spiel des Jahres: Der philosophische First-Person-Puzzler erzählt nicht nur souverän und clever eine spannende&nbsp;<a href="http://derstandard.at/r6461">Science-Fiction</a>-Geschichte, sondern lässt dank seiner Rätsel mit scheinbar simplen Werkzeugen wie Spiegeln und Kisten die Gehirne rauchen. Kaum ein Spiel ist seit dem Kultklassiker "Portal" an dessen Genialität herangekommen; "The Talos Principle" spielt absolut in derselben Liga, setzt aber auf Philosophie statt Komödie. Allerhöchste Empfehlung.</p> <div><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/5_1.jpg" width="700"></div> <div><a href="http://www.divinityoriginalsin.com/">Divinity: Original Sin</a>&nbsp;(Windows, Mac 39,99 Euro)</div> <p>Freunde klassischer Rollenspiele haben neben der crowdfinanzierten Fortsetzung des&nbsp;<a href="http://derstandard.at/r6461">Science-Fiction</a>-Opas "Wasteland" auch mit dem gelungenen&nbsp;<a href="http://derstandard.at/r6461">Fantasy</a>-Koloss der belgischen Entwickler Larian ein ausgezeichnetes Jahr hinter sich. "Divinity: Original Sin" wird dank rundenbasierter Kämpfe, wahnwitzig detaillierter Welt, witziger Charaktere und Dialoge sowohl solo als auch im Coop-Modus zu zweit zum epischen Rollenspielerlebnis - für alle, denen die "modernen" Hochglanzrollenspiele zu konsolig sind.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="438" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/6_0.jpg" width="700"><a href="http://kentuckyroutezero.com/">Kentucky Route Zero</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 22,99 Euro)</p> <p>Wenn ein "unfertiges" Spiel in einer Bestenliste auftaucht, muss es dafür gute Gründe geben: Drei Akte des auf fünf Episoden angelegten Point’n’Click-Abenteuers "Kentucky Route Zero" sowie drei kostenlose Zwischenteile sind bislang erschienen, und trotz fehlendem Ende lohnt sich schon jetzt der Besuch. Die US-Entwickler überraschen in jeder Szene durch surreale Ideen, poetisch-düstere Handlung und unnachahmliches Gefühl für Stil und Musik. Ein wahres Kunstwerk, das weit von allen Games-Klischees entfernt ist.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/7_0.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://g2g.amplitude-studios.com/Games/Endless-Legend">Endless Legend</a>&nbsp;(Windows, Mac 29,99 Euro)</p> <p>Fans der "Civilization"-Reihe wissen, was "4X" bedeutet: Die Spielelemente "eXplore, eXpand, eXploit, and eXterminate" stehen bei Strategiespielen für schier endlosen Spielspaß. "Endless Legend" erfreut Freunde des Genres nun mit erstaunlicher Eigenständigkeit und originellen strategischen Nuancen. Vor allem die rundenbasierten Schlachten, in denen das Terrain eine entscheidende Rolle spielt, ergeben ein strategisches Gustostück von großer Spieltiefe und Langzeitmotivation.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/8.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://www.krillbite.com/ats/">Among The Sleep</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 19,99 Euro)</p> <p>Die Idee des norwegischen Indie-Studios Krillbite, die Spieler in der Gestalt eines tapsigen Zweijährigen das unheimliche nächtliche Elternhaus erforschen zu lassen, macht "Among The Sleep" zum außergewöhnlichen Horrorerlebnis aus der First-Person-Perspektive. Das clevere erzählerische Experiment setzt aber eher auf atmosphärisches Unbehagen statt auf plakativen Horror - und erzählt dabei auch noch eine Geschichte, die sich erst am Ende, nach kurzen, aber spannenden zwei Stunden zu einem Ganzen fügt.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/9.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://www.shiningrocksoftware.com/">Banished</a>&nbsp;(Windows 18,99 Euro)</p> <p>"Banished" ist so etwas wie ein Konzentrat des Aufbauspielgenres, verknüpft mit einer gehörigen Portion Überlebenskampf. Aufgabe des Spielers ist es, mitten in der Wildnis ein Dorf zu errichten und dabei Hunger, Kälte sowie Naturkatastrophen zu trotzen. Das Werk eines einzelnen Entwicklers ist wunderschön anzusehen, geradlinig, ausgefeilt, aber zugleich fordernd und motivierend. Kurzum: "Banished" macht alles richtig, was die "Großen" von "SimCity" abwärts falsch gemacht haben.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="388" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/10.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://www.naissancee.com/">NaissanceE</a>&nbsp;(Windows, Mac 14,99 Euro)</p> <p>Ganz ohne Waffen löst man im First-Person-Exploration-Spiel "NaissanceE" Rätsel mit Licht und Schatten in einer titanischen, monochromen SF-Architektur, die eigens für den außergewöhnlichen Avantgarde-Ambient-Soundtrack errichtet wurde. Wären da nicht einige herausfordernde Sprungpassagen, könnte man das optisch, akustisch und atmosphärisch beeindruckende Spiel als Gesamtkunstwerk an beliebige an moderner Kunst interessierte Zeitgenossen ganz ohne Spielbezug verschenken. Ein Ausnahmespiel.</p> <p>Nachschlag</p> <p>Viel fehlt auf einer derartigen Liste - die Wiederkehr des Adventures mit "Broken Age" und "Dreamfall Chapters", die österreichischen Indies "Secrets of Raetikon" und "Schein", die optisch beeindruckenden Titel "Transistor" oder auch "Never Alone", um nur einige wenige zu nennen. Für einen größeren Überblick auf insgesamt über 50 empfehlenswerte Indie-Titel sei auf die monatliche Standard-Serie "<a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie">Best of Indie</a>" verwiesen. Die wird im Januar fortgesetzt - dann inklusive jener Titel, die im Dezember zu kurz gekommen sind.&nbsp;</p> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie" hreflang="de">Serie: Best of Indie</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> Mon, 22 Dec 2014 11:37:57 +0000 Rainer Sigl 514 at https://videogametourism.at VGT goes GameStandard: Best of Indie November 2014 https://videogametourism.at/content/vgt-goes-gamestandard-best-indie-november-2014 <span>VGT goes GameStandard: Best of Indie November 2014</span> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2014-12-01T11:39:49+01:00" title="Montag, 1 Dezember 2014 - 11:39">Mo. 1 Dez 2014 - 11:39</time> </span> <section class="field field--name-field-image field--type-image field--label-hidden splide js-splide" aria-label="Image"> <div class="splide__track"> <ul class="splide__list"> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/never-alone-1024x535.png" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/never-alone-1024x535.png?itok=MoMrflLD" width="700" height="366" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/thiswarofmine2.jpeg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/thiswarofmine2.jpeg?itok=w8j-213Y" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/whaleinterior1.jpeg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/whaleinterior1.jpeg?itok=1M3itP_J" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/zi.jpeg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/zi.jpeg?itok=WZ2VxTnk" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/cr.jpeg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/cr.jpeg?itok=qjzWlUOm" width="700" height="438" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/fr.jpeg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/fr.jpeg?itok=Irk3FoNP" width="700" height="525" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/cur.png" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/cur.png?itok=Gfqf1W0h" width="700" height="394" alt> </a> </li> </ul> </div> </section> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><div> <p class="majuskel" style><img alt class="image-700x200_cropped" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700x200_cropped/public/field/image/never-alone-1024x535.png"></p> <p><em>Die&nbsp;monatliche <a href="http://derstandard.at/2000008827164/Die-besten-Indie-Games-im-November-Wichtige-Spiele">Kooperation mit dem GameStandard</a> zeigt wieder ein Best-of der schönsten Indie-Games-News.</em></p> <p class="majuskel" style>In den Wochen, in denen traditionell die großen Publisher ihre Weihnachtstitel ausrollen, ist auch im Independent-Bereich keine Frequenzverringerung zu spüren. Im Gegenteil: Nicht nur, dass neue Titel zum Spielen einladen, auch bereits altbekannte Klassiker und liebgewonnene ältere Spiele werden weiter veredelt - teilweise sogar zum Nulltarif. So wartet etwa das bereits im Sommer an dieser Stelle empfohlene Horror-First-Person-Spiel "<a href="http://derstandard.at/2000001794307">Among The Sleep</a>", in dem Spieler als Babys durch das unheimliche nächtliche Elternhaus krabbeln, mit&nbsp;<a href="http://krillbite.com/blog/11/the-free-dlc-for-among-the-sleep-is-out/">kostenlosem DLC</a>&nbsp;auf einen Wiederbesuch.</p> <p>Ein weiterer Kultklassiker ist zumindest aktuell für PS+-Kunden kostenlos, ist aber auch für zahlungswillige Freunde des Bizarren einen Besuch wert: "<a href="http://bindingofisaac.com/">The Binding of Isaac: Rebirth</a>" (Windows, Mac, Linux, PS4, PS Vita, 14,99 Euro) ist nichts weniger als die runderneuerte, definitive Wiedergeburt des Klassikers des schlechten Geschmacks. Als nacktes Baby kämpft man im niedlich-grotesken Cartoon-Stil gegen allerhand Abscheulichkeiten in dunklen kellern - gemeinsam mit "Spelunky" und "FTL" stellt "Isaac" völlig zu Recht so etwas wie die Dreifaltigkeit des Rogue-likes dar.</p> <p>Dass auch ein moderater Preis sehr viel Spielspaß bereiten kann, zugleich aber für viel Unzufriedenheit sorgen kann, bewies erst vor kurzem ein Add-on zum vielleicht schönsten (Indie-) Spiel des Jahres: "Forgotten Shores" heißt das DLC zum Mobile-Hit "<a href="http://www.monumentvalleygame.com/">Monument Valley</a>" (iOS, Android, 3,59 Euro), und mit acht neuen Welten - das Originalspiel bestand aus zehn - ist der gewohnt liebevoll gemachte Nachschlag um 1,79 Euro eigentlich ein Schnäppchen. Doch im Mobile-Gaming gelten andere Regeln: Weil Teile der von Gratisspielen verwöhnten Spielerschaft auch in diesem Minipreis einen unverschämten Affront sahen, hagelte es Ein-Stern-Reviews - ein Armutszeugnis eigentlich, umso mehr, weil sich Mobile-Spiele mit mutigen Konzepten und durch die Bank niedrigsten Preisen neben Indiespielen für andere Plattformen nicht verstecken müssen.</p> <p>Die folgenden Indie-Perlen sind jedenfalls den Eintrittspreis wert - die besten des vergangenen Monats.</p> <!--break--><p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/thiswarofmine2.jpeg" height="394" width="700"></p> <p><a href="http://www.11bitstudios.com/games/16/this-war-of-mine">This War of Mine</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux, 18,99 Euro)</p> </div> <div> <div> <p>Der bemerkenswerteste Titel steht in diesem Monat ganz obenauf der Liste: In der Survival-Simulation "This War Of Mine" erleben Spielerinnen und Spieler den aus anderen Titeln zur Normalität geratenen Kriegszustand einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Statt mit der Waffe in der Hand an den Frontlinien den Helden zu spielen, ist man mit dem Management des bloßen Überlebens als Zivilist in einer vom Krieg fast zerstörten Stadt beschäftigt. Wie bei den "Sims" gilt es, die Lebensgeister und Grundbedürfnisse einer Hand voll Menschen im Auge zu behalten, doch der Krieg, das lernt man schnell, erodiert nach und nach nicht nur die Häuser und Städte, sondern auch die Menschen und ihre Seelen. Tagsüber ist man mit dem Verwalten des bedrückenden Mangels beschäftigt, nachts können die anfangs drei Überlebenden ihr Versteck verlassen und ringsum nach Essen, Material oder Medizin suchen.</p> <p>Die polnischen Entwickler 11 bit Studios haben sich vom Leben im belagerten Sarajewo während der Jugoslawienkriege inspirieren lassen und ein beeindruckend düsteres, packendes und auch deprimierendes Spielerlebnis geschaffen, das keinen Spaß macht, aber dafür beeindruckt und mitnimmt. Zeigte letztes Jahr das großartige "Papers, Please" die psychologischen Mechanismen von Bürokratie und staatlicher Macht, so lässt heuer "This War Of Mine" ein noch dunkleres Thema durch Spieldesign sozusagen am eigenen Leib erlebbar werden. Ein wichtiges Spiel.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/whaleinterior1.jpeg" height="394" width="700"></p> <p><a href="http://neveralonegame.com/">Never Alone</a>&nbsp;(PC, PS4, XBO, ca. 14,99 Euro)</p> </div> </div> <div> <div> <div> <p>Die Bezeichnung "Eskimo" wird von den indigenen Völkern im nördlichen Polargebiet gar nicht verwendet, und auch sonst ist das Wissen über diese seit Jahrtausenden in Extremen überlebenden Menschen in unseren Breiten wenig ausgeprägt. "<a href="http://derstandard.at/2000008258072">Never Alone</a>" ist ein Versuch, auf spielerische Art und Weise von den&nbsp;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/I%C3%B1upiat">Inupiat</a>&nbsp;zu erzählen, einem Volk der Inuit, das in Alaska lebt. Das liebevoll gestaltete Jump’n’Run mit Adventure-Elementen wurde in enger Kooperation mit Künstlern und Geschichtenerzählern der Inupiat entwickelt - die gesprochene Sprache, Art-Design und die Mythologie sind mit höchstmöglicher Authentizität ins Spiel übernommen worden. Dieser hohe Anspruch an den Edutainment-Aspekt wird Spielerinnen und Spieler aber auch nicht davon abhalten, "Never Alone" als bezauberndes Abenteuer zu genießen, in dem man allein, aber auch im Koop ein Inupiat-Mädchen und einen Polarfuchs durch die raue Welt des Nordens leitet.</p> <p>Wunderschön gestaltet, bietet "Never Alone" mit einer berührenden Story und beeindruckender Ambition einen faszinierenden Blick auf eine Kultur, von der man zuvor außer Klischees wohl wenig wusste - wer sich hier angesichts der beim Begriff "Edutainment" eingeübten Langeweile abwendet, versäumt etwas.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/zi.jpeg" height="394" width="700"></p> <p><a href="http://www.milkstonestudios.com/games/ziggurat/">Ziggurat</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 14,99 Euro)</p> </div> </div> </div> <div> <div> <div> <p>Doch nun: Popcorn! Vor kurzem versuchte sich das eher durchwachsene "Lichdom: Battlemage" an der Vermählung von FPS und Fantasy, doch "Ziggurat" trifft die Töne besser: Imn diesem kurzweiligen und knallbunten Arena-Shooter kämpfen sich Spielerinnen und Spieler nach Rogue-like-Manier wieder und wieder so weit wie möglich im zufallsgenerierten Kerker nach unten. Subtilität wird nicht gerade groß geschrieben, und das ist auch gar nicht notwendig: Bei all der farbenprächtigen Hektik bleibt sowieso wenig Zeit für Feinheiten.</p> <p>Eine Vielzahl an Extras, teils absurde Gegner, freischaltbare Charaktere und knackiger Schwierigkeitsgrad locken wieder und wieder zum simplen Vergnügen. Das letztes Jahr erschienene "<a href="http://derstandard.at/1381370190658">Eldritch</a>" war so etwas wie die Stealth-Variante - "Ziggurat" ist hingegen so circa wie "Serious Sam" im Fantasy-Randomizer. Bunt, laut, lustig.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/cr.jpeg" height="438" width="700"></p> <p><a href="http://www.kasedogames.com/en/CT_video.html">Crowntakers</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 14,99 Euro)</p> </div> </div> </div> <div> <div> <div> <p>Noch mehr Cartoon-Gewalt gefällig? Bitteschön: "Crowntakers" mischt Rogue-like, Rundenstrategie à la "Heroes of Might &amp; Magic" und Brettspiel zu einer sympathischen Mixtur für Strategiefreunde. Wer sich als herumwandernder Fantasyheld in der simplen Kampagne allzu bald in einer der genretypischen Hexfeldschlachten besiegt und per Permadeath an den Anfang zurückgebeamt sieht, möge nicht verzweifeln: Mit jeder Niederlage steigen Arsenal sowie Fähigkeiten des Helden - und das ist auch bitter nötig, denn trotz niedlicher Optik und trügerisch knuddeligem Design ist "Crowntakers" beileibe kein Kinderspiel, schon der einfache Schwierigkeitsgrad ist für so manche vergrübelte Mittagspause gut.</p> <p>Wer "King’s Bounty", "Heroes of Might &amp; Magic" und "<a href="http://derstandard.at/1371172207414">Battle for Wesnoth</a>" liebt, sollte einen Blick auf "Crowntakers" riskieren.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/fr.jpeg" height="525" width="700"></p> <p><a href="http://framed-game.com/">Framed</a>&nbsp;(iOS, 4,49 Euro)</p> </div> </div> </div> <div> <p>Wer sagt, dass es keine neuen Spielideen mehr gibt? Das vielfach ausgezeichnete Puzzle-Adventure "Framed" beweist mit viel Style und Humor das Gegenteil. Der als Comic-Strip inszenierte Noir-Thriller wird durch das Re-Arrangieren der einzelnen Panels zum gewitzten Story-Labyrinth, durch das Spielerinnen und Spieler die perfekt animierten Spielfiguren lotsen.</p> <p>Die perfekt umgesetzte Idee, der souverän eingesetzte Style und die stimmungsvolle Musik machen "Framed" zum Tipp für Viel- und Wenigspieler gleichermaßen - die eher geringe Spieldauer kann man angesichts der originellen Spielidee und der sympathischen Umsetzung verschmerzen. iOS-Spieler mit Sinn für das Besondere sollten sich den spannenden Kurztrip auf jeden Fall ansehen.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/cur.png" height="394" width="700"></p> <p><strong>Und sonst?</strong></p> </div> <div> <div> <div> <p>Apropos spannende Mobile-Spiele: Mit "<a href="http://simogo.com/work/the-sailors-dream/">The Sailor’s Dream</a>" melden sich die schwedischen Ausnahme-Entwickler Simogo zurück - die wunderbaren Experimente "Device 6" und "Year Walk" sind sicher noch in guter Erinnerung. Die neueste Kreation des Duos verzichtet noch konsequenter auf klassisches Gameplay und versteht sich als traum-ähnlicher atmosphärischer interaktiver Trip mit stimmiger Grafik und sensationeller Musik - ein weiterer Tipp für Freunde des außergewöhnlichen Spiels.&nbsp;</p> <p>Unerschrockenen Alpha-Spielern seien außerdem noch zwei gerade in den Early Access entlassene Tipps ans Herz gelegt: Zum einen lädt die heiß erwartete Winter-Survival-Simulation "<a href="http://intothelongdark.com/">The Long Dark</a>" (Windows, Mac Early Access 19,99 Euro) seit einiger Zeit zum Besuch - bislang ist zwar nur der Sandbox-Modus freigeschaltet, doch der bitterkalte Überlebenskampf macht atmosphärisch und grafisch schon jetzt Lust auf mehr.</p> <p>Das witzige "<a href="http://www.curious-expedition.com/" target="_blank">The Curious Expedition</a>" (Browser, Alpha Access 10 Euro) hingegen lässt pseudohistorische Expeditionen als schräg-bizarre Rogue-like-Abenteuer lebendig werden - und wer erlebt hat, wie Rogue-likes wie etwa "FTL" sozusagen nebenbei haarsträubende Geschichten immer wieder neu generieren, weiß, was Spieler hier erwartet. Schon jetzt ein verschmitzter Alpha-Geheimtipp.&nbsp;</p> </div> </div> </div> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie" hreflang="de">Serie: Best of Indie</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> Mon, 01 Dec 2014 10:39:49 +0000 Rainer Sigl 506 at https://videogametourism.at VGT goes GameStandard: Best of Indie Oktober 2014 https://videogametourism.at/content/vgt-goes-gamestandard-best-indie-oktober-2014 <span>VGT goes GameStandard: Best of Indie Oktober 2014 </span> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2014-11-02T11:01:21+01:00" title="Sonntag, 2 November 2014 - 11:01">So. 2 Nov 2014 - 11:01</time> </span> <section class="field field--name-field-image field--type-image field--label-hidden splide js-splide" aria-label="Image"> <div class="splide__track"> <ul class="splide__list"> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/7.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/7.jpg?itok=8WyPhoHl" width="700" height="200" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/1_0.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/1_0.jpg?itok=nVmsfMdc" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/2.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/2.jpg?itok=SzkIJ7jh" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/3.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/3.jpg?itok=ziBeBJPO" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/4.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/4.jpg?itok=Qm-Gn-r4" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/5_0.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/5_0.jpg?itok=bkLR-1gv" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/6.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/6.jpg?itok=udTaonM8" width="700" height="394" alt> </a> </li> </ul> </div> </section> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/7.jpg" height="200" width="700"></p> <p><em>Die&nbsp;monatliche <a href="http://derstandard.at/2000007559141/Die-besten-Indie-Games-im-Oktober-Hoechste-Qualitaet">Kooperation mit dem GameStandard</a><a href="http://derstandard.at/2000006211964/Die-besten-Indie-Games-im-September-Absolute-Pflichtspiele">&nbsp;</a>zeigt wieder ein Best-of der schönsten Indie-Games-News.</em></p> <p class="majuskel" style>Wiederbelebte Klassiker, frisches Hochglanz-Retro, per Kickstarter fortgeführte Kultspiele: Die an dieser Stelle wieder und wieder diskutierte Definitionsfrage - klassisch: “Ist das noch Indie?” - wird mit dem Massenerfolg unabhängig produzierter Spiele nicht gerade einfacher zu beantworten. Die “klassische” Definition, auf die in dieser Serie immer wieder verwiesen wird - ein Spiel ist “Indie”, wenn es “(a) von Anfang bis Ende ohne den Einfluss eines Publishers oder Lizenzgebers fertiggestellt und (b) von einem einzelnen Entwickler oder einem kleinen Team erstellt wurde” -, wird schon alleine dadurch wackelig, dass es im Zeitalter hauptsächlich digitaler Distribution per Download und durch Vorfinanzierung per Crowdfunding oft schlicht keinen klassischen Publisher mehr braucht.</p> <p>Ein interessanter “Grenzfall” ist das weiter unten vorgestellte “DeadCore”: Von einem unabhängigen französischen Team entwickelt, ist das Spiel nach Fertigstellung vom japanischen Traditions-Publisher Bandai Namco unter die Fittiche genommen worden. Indie oder nicht? &nbsp;Adrien Pelov vom Entwickler 5-bit Games unterscheidet zwischen “zwei Arten der Unabhängigkeit: finanziell und kreativ”. “Unser Publisher hat uns nie aufgefordert, am Spiel irgendetwas zu ändern. Man hat uns vertraut, und wir konnten das tun, was wir als Entwickler wollten”, so Pelov. “Der Hauptvorteil für uns war dadurch sicher der direkte Zugang zu Steam, ohne den Weg über Greenlight gehen zu müssen. Außerdem wurden wir beim Debuggen und Lokalisieren unterstützt. Also ja: ich würde schon sagen, dass wir noch Indie sind.<span style="color: rgb(0, 0, 0); font-size: 12.7272720336914px; line-height: 20.0063037872314px;">”</span></p> <p>&nbsp;</p> <!--break--><p>Wie oft schon an dieser Stelle behauptet: Eigentlich ist das Etikett unerheblich - Hauptsache, die abseits des AAA-Mainstreams veröffentlichten Spiele sind frisch, spannend und originell. Hier sind die Besten des Monats.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/1_0.jpg" height="394" width="700"><br><a href="http://www.grimrock.net/"><strong>Legend of Grimrock 2</strong> </a>&nbsp;(Windows, 21,99 Euro)<br>Im Mai 2012 war der erste Teil des klassischen Dungeon-Rollenspiels Gast in der <a href="http://derstandard.at/1336698142796/Neue-Serie-Best-of-Indie-Games-Die-Spiele-Perlen-im-Mai">allerersten Ausgabe von “Best of Indie”</a>, und der soeben veröffentlichte zweite Teil des Kultspiels der finnischen Entwickler ist größer, schöner, härter, abenteuerlicher, kurzum: nochmal besser als das Original und somit ein absoluter Pflichtkauf für Fans des ersten Teils sowie all jene, die ein Herz für in erstaunlicher Frische wiederbelebtes Spieldesign haben. Mit einer Vierertruppe Fantasy-typischer Abenteurer erforscht man auch hier wieder Schritt für Schritt, klassisch in 90-Grad-Drehungen, eine beeindruckende Spielewelt - diesmal nicht nur in finsteren Gemäuern, sondern auch in einer wunderbar atmosphärischen Außenwelt -, bekämpft in Echtzeit angreifende Monstern und zerbricht sich über knifflige Rätsel den Kopf.&nbsp;</p> <p>Wie schon beim ersten Teil gesagt: In manchen alten Spielprinzipien steckt auch heute noch viel mehr Spaß als gedacht - und mit Nostalgie hat das aber gar nichts zu tun. “Grimrock 2” ist nicht “nur” ein fantastisches Indie- oder gar nur ein beeindruckendes Retrospiel, sondern abseits aller Schubladen schlicht und ergreifend ein toller, herausfordernder und sichtlich mit viel, viel Witz und Liebe gemachter Titel allerhöchster Qualität.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/2.jpg" height="394" width="700"><br><a href="http://redthreadgames.com/games/chapters/"><strong>Dreamfall Chapters</strong> </a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 29,99 Euro; PS4 in Vorbereitung)<br>Das 1999 erschienene Adventure “The Longest Journey” und sein sieben Jahre später erschienener Nachfolger “Dreamfall” von den norwegischen Entwicklern Funcom zählen für viele Fans dank fantastischer Story und toller Charaktere nach wie vor zu den Besten ihres Genres. Ragnar Tørnquist, Autor und Produzent der Serie, beschenkt nun dank erfolgreicher Kickstarter-Finanzierung als Kopf des neu gegründeten Indie-Studios Red Thread seine wartenden Fans mit dem ersten Teil eines Nachfolgers. “Dream Fall Chapters - Book One” entführt seine Spieler wieder in die parallelen Welten der Technik und der Magie und spinnt die Geschichten um Zoe und Kian weiter. Die klassischen Adventure-Mechaniken wurden um spielerische Inspirationen aus Telltales Erfolgsserien “The Walking Dead” und “The Wolf Among Us” bereichert, und so zieht “Dreamfall Chapters” seine Spieler nicht nur mit stimmungsvoller Grafik, wunderbarem Score und gewohnt mitreißender, emotionaler und intelligent geschriebener Story, sondern auch mit einigen kniffligen Entscheidungen in seinen Bann, die allerdings - nach fünf Stunden Spielzeit für diesen Teil - zum Teil erst in “Book 2” ihre Konsequenzen haben werden.&nbsp;</p> <p>Wer intelligente, atmosphärische Adventures liebt, ist “Dreamfall Chapters” einen Besuch schuldig - und auch wenn die Vorgeschichte für Neueinsteiger zu Beginn wiederholt wird, ist das Nachholen der Serienvorgänger für Freunde außergewöhnlicher Spiele eine Empfehlung wert.</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/3.jpg" height="394" width="700"><br><a href="http://www.tri-game.com/"><strong>TRI </strong>&nbsp;</a>(Windows, Mac, Linux 12,99 Euro)<br>Nach zwei skandinavischen ein deutsches Qualitätsprodukt: “TRI - Of Friendship &amp; Madness” ist das aus einem Ludum-Dare-Experiment entstandene Puzzle-FPS &nbsp;des Entwicklerduos Rat King. Dank hinreißender, eigenständiger Optik und frischer Gameplay-Ideen wird das sympathische Spiel mit dem Faible für japanische Mythologie zu weit mehr als noch einem Eintrag ins Genre der von “Portal” geschaffenen Puzzle-Nische im First-Person-Segment. Dank “TRI-Kanone” dürfen Spieler in den verwinkelten, wunderschön in Cartoon-Optik gestylten Tempellabyrinthen sich ihren ganz eigenen Weg zu Fuchsstatuetten und einer Unzahl an Geheimnissen basteln. Die Rätseldichte ist niedriger als etwa im verkopften “Antichamber”, denn hier ist oft auch Improvisation Trumpf.&nbsp;</p> <p>“TRI” ist ein durch und durch gelungenes Puzzle-Abenteuer aus der First-Person-Perspektive, das durch Style, Witz und Mut zur Offenheit die eine oder andere winzige Unebenheit verzeihen lässt.&nbsp;</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/4.jpg" height="394" width="700"><br><strong><a href="http://http://www.deadlock-game.com/">DeadCore</a></strong> (Windows, Mac, Linux 9,99 Euro)<br>Dass das aus einem Game-Jam entstandene “DeadCore” trotz Publisher Bandai Namco in dieser Serie auftaucht, ist seiner Geschichte geschuldet: Entstanden aus einem Game-Jam, entwickelt von sechs französischen Freunden und zuvor unter dem Namen “Deadlock” auf der Indie-Plattform Desura populär - da ändert auch der finale Publisher-Deal bei Release wenig an der Indie-Street-Cred. Das stylische Science-Fiction-FPS lässt seine Spieler wie die in dieser Serie bereits gewürdigten Titel &nbsp;“A Story About My Uncle” und “Cloudbuilt” große Sprünge machen. Der Aufstieg auf den scheinbar endlosen, von Sicherheitssystemen und sonstigen Hindernissen gespickten Turm verlangt waghalsige Sprünge, perfektes Timing, gute Reflexe - und dank Trial &amp; Error eine akzeptable Portion Leidensfähigkeit.&nbsp;</p> <p>“DeadCore” ist im Kern ein Jump’n’Run-Platformer in 3D; wer nur mit Schrecken an die Alienwelt Xen in “Half-Life” und ihre für viele Spieler zu frustrierenden Sprungrätsel zurückdenkt, ist gut beraten, um das mit weiter wachsende Subgenre der First-Person-Jumper einen weiten Bogen zu machen. Alle anderen erfreuen sich an der präzisen Steuerung, der originellen Herausforderung und der leisen Lust am Masochismus.&nbsp;</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/5_0.jpg" height="394" width="700"><br><strong><a href="http://inthekillhouse.com/">Door Kickers</a> </strong>(Windows, Mac, Linux 19,99 Euro)<br>Ein sehr europäisches “Best of Indie” wird von einem Team aus Rumänien abgerundet: “Door Kickers” von Killhouse Games aus Bukarest überrascht mit einem knackigen, soliden Taktik-Mix vor martialischer Kulisse. Als SWAT-Team der Polizei ist es die Aufgabe des Spielers, diverse knifflige Einsätze quasi auf dem Reißbrett sekundengenau zu planen und möglichst perfekt zu Ende zu bringen. Wie aus Klassikern wie “Rainbow Six” oder dem Indie-Hit “Frozen Synapse” bekannt führt nur der kluge, aufeinander abgestimmte Einsatz aller Teammitglieder zum Erfolg.&nbsp;</p> <p>Geiseln retten, Bomben entschärfen, Bösewichte ausschalten: Bei all diesen Missionen wird “Door Kickers” seinem Namen dank stets dramatischer Auftritte gerecht und lässt dank angenehm taktischer Puzzles das - mal ehrlich - mäßig originelle Setting und damit einhergehendes Military-Pathos verschmerzen.&nbsp;</p> <p><img alt class="image-700_width" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/6.jpg" height="394" width="700"></p> <p><strong>Und sonst? </strong><br>Apropos Taktik: Es gibt noch einen absoluter Kultklassiker, der dank Crowdfunding wieder unter den Lebenden weilt: Das vor 20 jahren (!) erschienene “Jagged Alliance” gilt bei seinen vielen Fans als absolutes Kultspiel. Mit<a href="http://www.jaggedallianceflashback.com/"> “Jagged Alliance Flashback” </a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 29,99 Euro) &nbsp;versucht der dänische Entwickler Full Control, den Zauber des taktischen Military-Spektakels mit seinen Söldnern, Inselflair und spannenden rundenbasierten Schusswechseln in die Gegenwart zu holen - und schafft dieses Kunststück leider nur so halb. Die Kämpfe gehen in Ordnung - nur das gar arg dürre Rundherum verleitet nostalgische Fans eher zum Griff zu Teil 2 der Originalreihe, der übrigens sogar schon in der Games-Buchreihe Boss Fight Books <a href="http://bossfightbooks.com/products/jagged-alliance-2-by-darius-kazemi">mit einem eigenen Band </a>gewürdigt wurde. &nbsp;Schade.</p> <p>Abgesehen davon seien PS Vita-Besitzer auf das bereits letzten Monat erschienene <a href="http://murasakigame.com/">“Murasaki Baby”</a> &nbsp;verwiesen, das mit außergewöhnlichem Stil, frischen Ideen und bizarrem Setting begeistert; mit der Portierung des stylischen Endless-Racers <a href="http://flippfly.com/racethesun/">“Race The Sun” </a>&nbsp;für PS3, PS4 und Vita und dem bizarr-spaßigen <a href="http://www.pastagames.com/pix-the-cat/">“Pix the Cat” </a>&nbsp;für PS4 und Vita sind zumindest Sony-Konsolenspieler mit interessanten Indies versorgt.</p> <p>Spieler aller Plattformen sollten einen Blick auf das ebenfalls beinahe untergegangene, faszinierende <a href="http://http://deepunderthesky.com/">“Deep Under The Sky” </a>(Bild oben) werfen: Der psychedelische Mix aus Pinball, “Angry Birds” und bizarr-bunter Unterwasserbiologie ist für iOS, Android, Windows und Mac erschienen und ist das Werk des in der Welt herumreisenden Indie-Entwicklers Colin Northway, der schon mit dem Unikum “Incredipede” seine Eindrücke von wild wuchernden Mangrovensümpfen in Gamedesign fließen ließ. “Deep Under The Sky” ist als meditatives, aber auch forderndes Geschicklichkeitspuzzle mit umwerfend tollem Jazz-Soundtrack ein Geheimtipp für Freunde des besonderen Spiels.</p> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie" hreflang="de">Serie: Best of Indie</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> Sun, 02 Nov 2014 10:01:21 +0000 Rainer Sigl 484 at https://videogametourism.at VGT goes GameStandard: Best of Indie September 2014 https://videogametourism.at/content/vgt-goes-gamestandard-best-indie-september-2014-0 <span>VGT goes GameStandard: Best of Indie September 2014 </span> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2014-09-30T11:13:17+02:00" title="Dienstag, 30 September 2014 - 11:13">Di. 30 Sep 2014 - 11:13</time> </span> <section class="field field--name-field-image field--type-image field--label-hidden splide js-splide" aria-label="Image"> <div class="splide__track"> <ul class="splide__list"> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi2.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi2.jpg?itok=BcdWJoHx" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi2a.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi2a.jpg?itok=hpliofDg" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi3.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi3.jpg?itok=kweN2Dh7" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi4.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi4.jpg?itok=ehdizH2w" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi5.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi5.jpg?itok=RdebLRpA" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi6.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi6.jpg?itok=mf18Btbg" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi7.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi7.jpg?itok=G1OS-dq6" width="700" height="394" alt> </a> </li> <li class="splide__slide"> <a href="https://videogametourism.at/sites/default/files/field/image/boi1.jpg" class="glightbox"><img loading="lazy" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi1.jpg?itok=lyaU0fwT" width="700" height="467" alt> </a> </li> </ul> </div> </section> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p><img alt class="image-700x200_cropped" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700x200_cropped/public/field/image/boi2a.jpg"></p> <p><em>Die&nbsp;<a href="http://derstandard.at/2000006211964/Die-besten-Indie-Games-im-September-Absolute-Pflichtspiele">monatliche Kooperation mit dem GameStandard&nbsp;</a>zeigt wieder ein Best-of der schönsten Indie-Games-News.</em></p> <p class="majuskel" style>Eine Best-of-Kolumne hat die schöne Aufgabe, die Perlen zu präsentieren - und in den über zwei Jahren des Bestehens dieser speziellen Indie-Auslese hat sich diese Aufgabe nicht gerade vereinfacht. Nicht nur, dass sozusagen die Tauchgründe enorm gewachsen sind - es gibt wohl heute mehr Indie-Spiele als je zuvor -, sondern auch die Qualität der unabhängig produzierten Titel hat sich rasant verbessert. Waren Indie-Spiele früher in der Regel das Werk von Einzelkämpfern in ihren sprichwörtlichen Bastelkellern, so hat sich die gesamte Gamesbranche grundlegend gewandelt: Mehr und mehr große Publisher setzen auf das aus dem Kino bekannte Blockbustermodell, beschränken sich auf wenige, richtig große Spiele und haben den eigenen Mittelbau im Gegenzug radikal abgebaut.&nbsp;</p> <p><!--break--></p> <p>Das Resultat: Viele ehemals im AAA-Bereich arbeitende Entwickler haben sich zum Teil freiwillig, zum Teil aus Notwendigkeit zu Indies verwandelt. Gemeinsam mit früheren Entwicklerlegenden, die per Crowdfunding ihren alten Fans Neuauflagen und Fortsetzungen alter Spiele schenken, bilden diese Profis die “Neuen Indies”, die einerseits Professionalität und Qualität in für Einzelkämpfer schwer erreichbare Höhen treiben; andererseits sorgen sie auch dafür, dass sich die früher einmal als “Underground” gemeinte Alternative zum Mainstream qualitativ diesem immer mehr annähert - und dennoch Nischen bedienen kann, die den Großen zu klein erscheinen.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="467" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi1.jpg" width="700"></p> <p>Die Verbreiterung zeigt sich aber auch in Bruchlandungen gerade eben besonders heiß erwarteter Indie-Hoffnungsträger:<a href="http://www.uberent.com/pa"> “Planetary Annihilation” </a>/ (Linux, Mac, Windows, 27,99 Euro), nach langem Early Access Anfang September final veröffentlicht, enttäuschte sowohl Fans der “Total Annihilation”-Reihe als auch Echtzeitstrategen mit Lust auf Indie-Futter: Halb fertig sei der Titel, überraschend lust- und lieblos präsentiert und trotz langem Vorlauf noch kaum spielbar, urteilte die Presse einhellig. Auch das ebenfalls nach längerem Vorlauf final erschienene<a href="http://www.lichdom.com/"> “Lichdom: Battlemage”</a> &nbsp;(Windows, 36,99 Euro) steht nicht weiter unten bei den besten Indies des Monats, sondern wegen arg repetitivem Gameplay als Beispiel für nicht ausgeschöpftes Potenzial hier oben - schade, denn grafisch ist am Fantasy-First-Person-Zaubersprücheklöpfen wenig auszusetzen.</p> <p>Doch das Leben ist zu kurz für nur halbgute Spiele - noch dazu wenn die Konkurrenz so hochkarätig ist. Hier ist sie, die Auswahl der besten Indie-Titel des vergangenen Monats.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi2.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://ethancartergame.com/">The Vanishing of Ethan Carter &nbsp;</a> (Windows, 18,99 Euro; PS4 2015)<br>Die polnischen Entwickler The Astronauts, aus der früheren AAA-Schmiede People Can Fly hervorgegangen, liefern mit ihrem Indie-Erstling einen absoluten Pflichttitel für all jene, die sich für atmosphärisches und spannendes Erzählen interessieren - und das in einer Grafik, bei der einem der Mund offenbleibt. Schöner, atmosphärischer und beeindruckender waren 2014 nur wenige Spiele, noch dazu bei bescheidenen Hardwareanforderungen.&nbsp;</p> <p>Die düstere Mystery-Thrillerhandlung führt die Spieler auf der Suche nach einem verschwundenen Kind durch einen verlassenen Ort am Rande eines Staudamms, wo sich einzelne Hinweise und moderat herausfordernde Rätsel zu einer stimmungsvoll überraschenden Geschichte verbinden. Ohne zu spoilern, nur so viel: “Alan Wake” trifft “Dear Esther” trifft “Among The Sleep” - und cleverer und atmosphärischer wurde in letzter Zeit selten erzählt. Da verschmerzt man auch locker, dass die Rätsel keine Originalitätspreise gewinnen und man sich als Spieler an manchen Stellen oft gar zu planlos durch den atemberaubend hübschen Wald schlagen muss. Egal: “The Vanishing of Ethan Carter” ist ein packendes First-Person-Abenteuer mit Horror- und Thriller-Elementen, das auch nach seinen etwa vier Spielstunden im Kopf bleibt. Allein wegen der spektakulären Grafik ist es aber eigentlich für alle Spieler einen &nbsp;Blick wert.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi3.jpg" width="700"></p> <p><a href="https://wasteland.inxile-entertainment.com/">Wasteland 2 </a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux, 39,99 Euro)<br>Da jubeln die allerältesten Spielefreunde auf: “Wasteland”, die Rollenspiellegende aus dem fernen Jahr 1988, feiert dank Crowdfunding eine Wiederauferstehung. Der Urahn aller postapokalyptischen Rollenspiele, vor allem aber der populären “Fallout”-Reihe, entführt seine Spieler in eine atomar strahlende Zukunft voller Gefahren, aber auch überwältigender Komplexität. Die bequemeren Annehmlichkeiten, derer man sich vor allem in den jüngsten Ausgaben der “Fallout”-Reihe erfreute, sind hier zugunsten wahrer Oldschool-Realness Geschichte, und so müssen sich verwöhntere Spätgeborene auch in der Neuauflage des Klassikers mit so mancher umständlicher Gamedesigntradition erst wieder vertraut machen. Anders gesagt: Das Studium des Handbuchs und das Erlernen von Interface und Bedienung sind Pflicht, bevor sich die Faszination von “Wasteland 2” entfalten kann.&nbsp;</p> <p>Dann aber geht’s los: Kaum ein “neues” Rollenspiel kann es in Sachen Epik, dichter Atmosphäre und vor allem Komplexität und Handlungsmöglichkeit mit der Oldschool aufnehmen. Neben “Divinity: Original Sin” heuer schon der zweite Beweis dafür, dass so manche längst in der Mottenkiste entsorgt geglaubte Spielmechanik noch quicklebendig ist und vor allem treue, aber auch neue Fans hat, die auf Casual pfeifen und die alte Härte wiederhaben wollen. Ein postapokalyptischer Gruß aus der Vergangenheit - die nötige Konsequenz und Toleranz für hier und da raue Ecken beim Spieler vorausgesetzt.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi4.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://www.train-fever.com/">Train Fever </a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux, 24,99 Euro)<br>Freunde von “Transport Tycoon Deluxe” mussten zwar nicht ganz so lange auf Nachschub warten wie jene von “Wasteland”, aber fast: Seit dem Transportmanagementklassiker von 1996 ist es, abgesehen von “Locomotion”, dem Open-Source-Projekt “OpenTTD” und der Konkurrenzreihe “Sid Meier’s Railroad Tycoon” deprimierend ruhig im Land der Eisenbahnbaronsimulation. Das Schweizer Indie-Studio Urban Games schafft nun die von Fans dringend herbeigesehnte Abhilfe: In “Train Fever” erobert man ausgehend vom Jahr 1850 mit seinen immer moderner werdenden Zugstrecken und Fahrgerät aus 150 Jahren Transportgeschichte eine prozedural generierte, wunderhübsche Spielwelt, in der sich Spieler ihre ganz persönlichen Eisenbahnträume verwirklichen können.&nbsp;</p> <p>Der Ausbau des perfekten Verkehrsnetzes steht und fällt mit den Wünschen der Bewohner der simulierten Welt, und so stellt sich dank verschiedener Stellschrauben, Warenketten und Verkehrsplanungen schnell die altbekannte “Nur noch fünf Minuten, Mutti”-Spirale ein. Mangels tatsächlicher Spielekonkurrenz verzeiht man “Train Fever” auch so manchen Performance-Einbruch, eventuell zu einfache Beginner-Schwierigkeitsgrade sowie das Fehlen mancher heiß ersehnter Gameplay- (AI-Konkurrenz!) oder UI-Elemente - doch die Schweizer Entwickler arbeiten mit Hochdruck an der Weiterentwicklung, die Stück für Stück per nachgereichtem Patch “Train Fever” perfektionieren soll. Optimistisch sei gesagt: Immerhin gibt es ja den Mythos der Schweizer Gründlichkeit ja nicht ohne Grund.&nbsp;</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi5.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://g2g.amplitude-studios.com/Games/Endless-Legend">Endless Legend </a>&nbsp;(Windows, Mac 29,99 Euro)<br>Und noch ein Klassiker-Erbe im glänzenden Indie-Gewand: Die holländischen Entwickler Amplitude Studios erheben mit “Endless Legend”, dem Nachfolger zum SF-Vorgänger “Endless Space”, frech-souverän den Anspruch auf den 4X-Thron - Kenner wissen: Das Kürzel steht für die Spielelemente “eXplore, eXpand, eXploit, and eXterminate" und schier endlosen Spielspaß. Auch wenn mit “Civilization - Beyond Earth” ein wahres Schwergewicht des Genres kurz vor dem Release steht, überzeugt das Fantasy-Weltenbauen von “Endless Legend” doch mit erstaunlicher Eigenständigkeit und originellen strategischen Nuancen.&nbsp;</p> <p>Umfangreicher Städtebau, reicher Forschungsbaum, Diplomatie und untypisch detaillierte rundenbasierte Schlachten, in denen das Terrain eine entscheidende Rolle spielt, ergeben im Verbund mit originellen Science-Fantasy-Fraktionen ein strategisches Gustostück von großer Spieltiefe und Langzeitmotivation - auch wenn die absoluten Schlussphasen so mancher epischer Partie vielleicht ein wenig im Kleinklein der Verwaltung unterzugehen drohen. Im Hinblick auf den makellosen Ruf des Entwicklers, was Weiterbetreuung, Wartung und auch Nachschub auch nach dem Release betrifft, können Strategiefreunde hier dennoch bedenkenlos zugreifen - der Genreprimus “Civilization” sieht sich hier auf jeden Fall keinem Jausengegner gegenüber.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi6.jpg" width="700"></p> <p><a href="http://store.steampowered.com/app/310080/">Hatoful Boyfriend </a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux 7,99 Euro)<br>Nach diesen vier Hochglanz-Indies, die vor wenigen Jahren noch die Releaseliste stolzer Publisher veredelt hätten, sei mit “Hatoful Boyfriend” ein bizarres Kuriosum als Abschluss der September-Auswahl gestattet. Was auf den ersten Blick wie ein oberflächlicher Gag erscheint - immerhin ist das jetzt erschienene internationale Remake sozusagen die finale Version eines Aprischezes aus dem Jahr 2011 -, entfaltet sich für Liebhaber abwegiger Unterhaltung zu einem wahren Meisterwerk an Narration mit den - klassisch eingeschränkten - Mitteln der Visual Novel. Japanophile Spieler wissen Bescheid, alle anderen können sich das spielmechanische Grundgerüst von “Hatoful Boyfriend” wie einen japanischen Highschool-Romanzenmanga mit “A, B oder C”-Entscheidungen an kritischen Handlungskreuzungen vorstellen - eine Mechanik, die dezidiert zum wiederholten Durchspielen ausgelegt ist.</p> <p>Bizarr an “Hatoful Boyfriend” ist nun die Ausgangssituation: Als einzig menschliche Schülerin am St. PigeoNation’s Institute sind wir umgeben von - Tauben. Genauer: Taubenjungs. Klar, dass wir in den jeweiligen Spieldurchläufen das Herz des einen oder anderen gurrenden Traumboys erobern werden. Die romantischen, mysteriösen oder gar unheimlichen Verwirrungen, die sich aus dieser absurden Ausgangslage ergeben, lassen sich in wenigen dürren Worten kaum wiedergeben, nur so viel: Es zahlt sich erzählerisch durchaus aus, am Ball zu bleiben und dieses bizarre Experiment aus Nippon bis in seine letzten Untiefen zu ergründen.</p> <p>Und sonst?<br>Klein, aber toll: Mit <a href="http://www.matthewbrowngames.com/hexcellsinfinite.html">“Hexcells Infinite” </a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux, 4/4,99 Euro) liegt die ultimative Deluxe-Mutation des ollen “Minesweeper” in stylischem Minimalismus in Bestform vor - wer Puzzlespiele nur entfernt interessant findet, sollte sich mit diesem Prachtstück in Zen-gleiche Meditation versenken. Hektischer, aber ebenso minimalistisch entführt die iOS-Portierung des abstrakten Endless-Runners <a href="http://www.fotonica-game.com/">“Fotonica”</a> &nbsp;der italienischen Indie-Styler Santa Ragione seine Spieler auf Bestzeitjagd.</p> <p><img alt class="image-700_width" height="394" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/styles/700_width/public/field/image/boi7.jpg" width="700"></p> <p>Im First-Person-Explorer <a href="http://visit-ultraworld.com/">“Ultraworld”</a> &nbsp;(Windows, 12,25 Euro) wandern wir gemütlicher durch eine bizarre Welt - das Werk des früheren Crytek-Entwicklers James Beech versteht sich als Gratwanderung zwischen begehbarer Kunstinstallation und Exploration-Adventure in schreiendem Neon. Fast nur in Schwarzweiß gruselt sich hingegen das handgezeichnete <a href="http://neverendingnightmares.com/">“Neverending Nightmares” </a>&nbsp;(Windows, Mac. Linux 14,99 Euro) subtil in die Gehirne seiner Spieler - Freunde der gepflegten Gänsehaut sowie der Zeichentradition <a href="https://www.google.at/search?q=edward+gorey&amp;espv=2&amp;biw=1536&amp;bih=758&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ei=UJ0pVNqLLpG07QaDioCoCQ&amp;ved=0CAYQ_AUoAQ">Edward Goreys </a>&nbsp;werden mit diesem kleinen, aber bösen Spiel fündig.</p> <p>Noch ein letztes Quartal ist für Indie-Freunde übrig - und auch abseits der verlässlich zum Weihnachtsgeschäft eintrudelnden AAA-Dinosaurier gibt es noch einige Indies mit Starttermin 2014. Man darf gespannt sein.</p> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie" hreflang="de">Serie: Best of Indie</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> </ul> </div> Tue, 30 Sep 2014 09:13:17 +0000 Rainer Sigl 469 at https://videogametourism.at VGT goes GameStandard: Best of Indie August 2014 https://videogametourism.at/content/vgt-goes-gamestandard-best-indie-august-2014 <span>VGT goes GameStandard: Best of Indie August 2014 </span> <span><a title="Benutzerprofil anzeigen." href="https://videogametourism.at/users/rainer-sigl" class="username">Rainer Sigl</a></span> <span><time datetime="2014-08-31T12:18:19+02:00" title="Sonntag, 31 August 2014 - 12:18">So. 31 Aug 2014 - 12:18</time> </span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><div> <p><img alt="1704" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/eid.jpg" title></p> <p><em>Die&nbsp;<a href="http://derstandard.at/2000004941548/Die-besten-Indie-Games-im-SeptemberWeltraum-made-in-Austria">monatliche Kooperation mit dem GameStandard&nbsp;</a>zeigt wieder ein Best-of der schönsten Indie-Games-News.</em></p> <p class="majuskel" style>Die Welt der Indies ist groß und inzwischen ziemlich global, wie unter anderem das “Best of” des letzten Monats mit Titeln aus Indien und Südamerika bewiesen hat. Doch auch als Lokalpatriot hat man Gelegenheit, unabhängige Spielemacher aus eigenen Landen zu unterstützen: Obwohl Österreich keine großen Entwicklerstudios mehr zu bieten hat, machen zunehmend rotweißrote Indies auch international von sich reden. Neben dem vor kurzem vorgestellten “<a href="http://derstandard.at/2000003734567" target="_top">Son of Nor</a>”, das derzeit noch in Early Access ist, haben in den letzten Wochen zwei andere bemerkenswerte Indie-Spiele ihre beeindruckende Entstehungsgeschichte abgeschlossen.</p> <p>Zunächst ist da “<a href="http://scheingame.com/?lang=de" target="_blank">Schein</a>” (Windows, 6,99 Euro): Der clevere Puzzle-Plattformer in der Tradition von “Braid”, “Closure” und “Giana Sisters” entstand aus einer Studentenarbeit und hat bereits einige Indie-Preise abgeräumt. Vor kurzem ist das Spiel der Wiener Zeppelin Studios endlich erschienen und stellt anspruchsvolle Spieler vor knifflige Aufgaben: Dank innovativer Lichtpuzzles hat man sich die Selbstbeschreibung “wahrscheinlich schwierigstes Jump’n’Run des Jahres” redlich verdient.</p> <!--break--><div>Vom düsteren Sumpf ins bunte Weltall entführt uns ein anderes, ebenso vor kurzem fertiggestelltes Indie-Herzensprojekt aus der Bundeshauptstadt: “<a href="http://www.aceferrara.com/" target="_blank">Ace Ferrara and the Dino Menace</a>” (iOS 2,69 Euro, Android, PC, Mac in Vorbereitung), soeben für iOS erschienen, ist das Werk des Entwicklers Philipp Seifried, der von der Programmierung über das Artwork bis hin zum Sound in zwei Jahren Entwicklungszeit hier wirklich alles selbst gemacht hat. Dass man dem stylischen Weltraum-Shooter in der Tradition von “Wing Commander” ebenso wie von “Captain Future” dieses Einzelkämpfertum nicht anmerkt, ist eine bewundernswerte Leistung. Liebhaber des schrägen Humors mit einem Herz für 80er-Jahre-Science-Fiction-Zeichentrick kommen ebenso auf ihre Kosten wie Freunde des intergalaktischen Dogfights.</div> <p>Wie gesagt: Die Indieszene wächst global - und auch neben den Großen des Monats machen die “local heroes” gute Figur. Hier ist sie wieder, eine Auswahl der spannendsten Indie-Spiele des Monats.</p> <p>&nbsp;</p> </div> <div> <div><img alt="1705" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/boi002.jpg" title></div> <div> <div> <p><a href="http://mindpathtothalamus.com/" target="_blank">Mind: Path to Thalamus</a>&nbsp;(Windows, 12,99 Euro)</p> <p>Zum Sterben schön, abstrakt atmosphärisch, clevere Puzzles und zum Teil extrem beeindruckende surreale Szenen machen den First-Person-Exploration-Puzzler des spanischen Entwicklers Carlos Coronado zum absoluten Hingucker. Gefangen im Geist eines gequälten Komapatienten durchqueren Spieler atemberaubende Szenerien und lösen originelle, selten allzu herausfordernde Rätsel. Klingt makellos? Wäre es auch, wenn nicht ein mäßig talentierter Off-Erzähler so gut wie jeden Schritt des Spielers mit prätentiös-bedeutungsschwangerem Dummsabbeln zur Durchhalteprobe machen würde - was bei “Dear Esther” noch nachvollziehbar gut funktionierte, wird hier dank Oberstufenlyrik entwertet.</p> <p>Doch Rettung naht für das ansonsten optisch und atmosphärisch absolut empfehlenswerte Ausnahmespiel: Zerknirscht und einsichtig hat der Entwickler bereits einen Patch angekündigt, der dem von vielen, vielen Spielern kritisierten allzu geschwätzigen Monologisieren ein Ende bereiten soll. Sobald also diesbezüglich nachgebessert wurde, ist “Mind: Path to Thalamus” unbedingt einen Besuch wert.Bis dahin: Ton abschalten und Lieblings-Chill-CD einlegen - ohne Story wird der Titel keineswegs schlechter.</p> <p>&nbsp;</p> </div> </div> <div><img alt="1706" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/boi003.jpg" title></div> </div> <div> <div> <div> <p><a href="http://www.icewatergames.com/about" target="_blank">Eidolon</a>&nbsp;(Windows, Mac 15,00 Euro)</p> <p>Eine unfassbar fragile Schönheit ganz anderer Art begegnet Spielern im Gegenzug im schweigsam-poetischen “Eidolon”: Die simplen, aber vor allem im Tag/Nachtwechsel beeindruckenden Lo-Fi-Landschaften von “Eidolon” laden zum Outdoor-Survival ebenso ein wie zur melancholischen Spurensuche nach einer anfangs noch unscharfen Postapokalypse im Nordamerika des 25. Jahrhunderts. Von den Menschen sind nur fragmentarische Notizen und Ruinen geblieben, und so wird der Spaziergang durch die majestätische Low-Poly-Natur zur kontemplativen Wanderung auf den Spuren der verschwundenen Erdenbewohner. Trotz simpler Survival-Mechaniken - Feuerholz, Medizin und Nahrung müssen gesammelt werden - bietet “Eidolon” vor allem viel, viel Atmosphäre und Entdeckerfreuden und entfaltet seine vielen verschiedenen kleinen Geschichten durch die auffindbaren (und, wichtig, per “Keywords” in den Notizen in der Welt weiterverfolgbaren) Überreste ehemaliger Bewohner.</p> <p>Seine Magie beweist es aber in seinen stillen Momenten: Wer etwa mitten im Wald von der einbrechenden Dunkelheit überrascht nach oben blickt, wird unweigerlich vom majestätischen Sternenhimmel beeindruckt sein. Die Schönheit von “Proteus”, die postapokalyptische Melancholie der stillen Momente von “The Last of Us”: ein First-Person-Walker für Feinschmecker, die auch virtuell gerne lange Nachtspaziergänge im Wald machen.</p> <p>&nbsp;</p> </div> </div> <div><img alt="1707" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/boi004.jpg" title></div> </div> <div> <div> <div> <p><a href="http://necrodancer.com/" target="_blank">Crypt of the Necrodancer</a>&nbsp;(Windows, Mac, Linux Early Access 14,99 Euro)</p> <p>Maximaler Kontrast: Wer sich in “Crypt of the Necrodancer” in von Discokugelblitzen erleuchtete Rogue-like-Kerker begibt, braucht Durchhaltevermögen, Strategie, Glück und - Rhythmusgefühl. Richtig gehört: Das im bereits äußerst spielbaren Early Access verfügbare “Rhythm-Rogue-like”, das bereits diverse Preise abgeräumt hat, verlangt seinen Spielern nicht nur präzises Kopfnicken ab. Im Takt der wummernden Beats - auch eigene Titel können eingebunden werden - bewegt man sich Schritt für Schritt, attackiert die genretypischen Monster, öffnet Türen, zaubert und sammelt alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist.</p> <p>Die originelle Mixtur, sympathisch-witzige Details, knackiger Schwierigkeitsgrad und vor allem das musikalische Element machen “Crypt of the Necrodancer” zum Feelgood-Dungeoncrawler der Stunde - und wer mag, kann seine Kerkertanzerfahrung durch ein Dance-Pad noch ins Komisch-Groteske erweitern. Ein großer Spaß, fordernd und originell.</p> <p>&nbsp;</p> </div> </div> <div><img alt="1708" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/boi005.png" title></div> </div> <div> <div> <div> <p><a href="http://hohokum.playstation.com/" target="_blank">Hohokum</a>&nbsp;(PS3, PS4, Vita, 12,99 Euro)</p> <p>Lange haben sich die von Sony so hofierten Indies bitten lassen, nun geben sie langsam ihre Debüts auf den diversen PlayStations - auch auf der PS4. Mit “Hohokum” landet gleich ein besonderer Ausnahmetitel: So bunt, poppig und verwirrend war schon lange kein Spiel mehr - alleine wegen seiner genialen Optik, seines tollen Soundtracks und seiner Andersartigkeit sollte man dem Spiel des Künstlerkollektivs Honeyslug eine Platz auf seiner Konsole reservieren. Als kleiner Punkt mit langem Schweif rast man durch die zu Beginn schwarze, sich aber bald ins unermesslich Bunte und auch Bizarre erweiternde Sixties-Pop-Art-Welt von “Hohokum”. Was genau zu tun ist, ergibt sich im Experimentieren, doch mit allzu großer Verbissenheit sollte an die Aufgaben dieses bunten Bilderbogens nicht herangegangen werden - der Weg ist das Ziel, und alleine das Durchqueren der an Kinderbücher oder Psychedeliktapeten erinnernden Welten lässt immer wieder staunen.</p> <p>Es ist letztlich ein audiovisueller LSD-Trip, der hier quietschfidel und störrisch seine eigene Andersartigkeit zelebriert. Das Äquivalent zum Coffee-Table-Book: ein optisch, musikalisch und durch seine Originalität umwerfendes, nunja, Dings. Auch das können Spiele 2014 sein.</p> <p>&nbsp;</p> </div> </div> <div><img alt="1709" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/boi006.jpg" title></div> </div> <div> <div> <div> <p><a href="http://www.dynamighty.com/" target="_blank">CounterSpy</a>&nbsp;(PS3, PS4, Vita, 12,99 Euro)</p> <p>PlayStation-Indies im Doppelpack, und mit “CounterSpy” können die weniger experimentierfreudigen Spielefreunde aufatmen: Der Agenten-Stealth-Thriller mit Pfiff und Humor kommt zwar auch im schicken Sixties-Design daher, ist aber spielerisch kein Experiment, sondern makellos solide. Als Agent einer überdrehten Version des Kalten Krieges schleicht, schießt und hüpft man sich durch immer wieder zufallsberechnete Missionen, knackt Safes, sammelt Power-ups, Blaupausen und Geheimpläne: “CounterSpy” klingt nach klassischer Actionkost, macht aber durch sein mehr als solides Gameplay, den Schwenk vom zweidimensionalen Sidescroller zum Deckungsshooter und nicht zuletzt liebevolle und witzige Details eigentlich alles richtig.</p> <p>Besonders tiefgründige oder komplexe Herausforderungen darf man sich von dieser charmanten Stealth-Hommage nicht erwarten, doch wer schon immer als Ersatz-Bond durcch feindliche Basen schleichen wollte, wird mit diesem stylischen Thrillerchen mehr als fündig.</p> <p>&nbsp;</p> </div> </div> <div><img alt="1710" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/boi007.jpg" title="Road Not Taken"> Road Not Taken</div> </div> <div> <div> <div> <p>Und sonst?</p> <p>Auch “<a href="http://spryfox.com/our-games/road-not-taken/" target="_blank">Road Not Taken</a>” (Windows, Mac, PS4 14,99 Euro) ist ein weiteres Indie-Highlight, das es auf die PS4 geschafft hat. Die “Triple Town”-Macher Spryfox sorgen auch in ihrem neuesten Spiel für gepflegtes Puzzeln in wunderbarer Grafik, die an klassische Kinderbuchillustrationen erinnert, aber auch erwachsene Gehirne fordert, und auch das wunderschöne “<a href="http://bedtimedigitalgames.dk/?page_id=67" target="_blank">Back to Bed</a>” (iOS, Android, PC, 5,49 Euro) erfreut das Auge.</p> <p>&nbsp;</p> <p><img alt="1711" src="https://videogametourism.at/sites/default/files/imagecache/Ganze_Breite/images/196/boi008.png" title="Halfway">&nbsp;</p> <p class="majuskel" style>Doch auch weniger Pixel können all jene Spieler begeistern, die noch keine Aversion gegen den mitunter etwas Überhand nehmenden 8-Bit-Retrostil entwickelt haben - die üblichen Verdächtigen in den Kommentaren heulen angesichts des “Pixelmatsches” an dieser Stelle verlässlich auf. Egal: Wer an “XCOM” immer die Missionen spannend, das globale Management aber mühsam fand, sollte sich das Science-Fiction-Horror-Spektakelchen “<a href="http://halfwaygame.com/" target="_blank">Halfway</a>” (Windows, Mac, Linux, 12,99 Euro) ansehen.</p> <p>Auch <a href="http://escapistgame.com/">“The Escapists”</a> (Windows Early Access, 8,99 Euro) verdient es, auch von Pixelskeptikern wahrgenommen zu werden: Die faszinierende Gefängnissimulation plus Adventure plus Crafting ist ein tatsächliches Unikat. “<a href="http://www.powerhoof.com/crawl/" target="_blank">Crawl</a>” (Windows, Mac, PC Early Access, 9,99 Euro) übrigens ebenso: Das Multiplayer-Rogue-like versetzt die Mitspieler in die Rolle der bösen Monster, die der Held zu überwinden hat - ein Spaß für jede Local-Multiplayer-Party.</p> <p>So viele Indies, so wenig Zeit. Und schon naht der September. Wir bleiben dran.</p> </div> </div> </div> </div> <div class="field field--name-field-tags field--terms"> <ul class="terms"> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/gamestandard" hreflang="de">GameStandard</a></li> <li class="terms__item"><a href="https://videogametourism.at/tags/serie-best-indie" hreflang="de">Serie: Best of Indie</a></li> </ul> </div> Sun, 31 Aug 2014 10:18:19 +0000 Rainer Sigl 71 at https://videogametourism.at